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Welt Berichte über mehrfache Stimmen-Abgabe
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18:06 18.03.2018
Es gilt als sicher, dass Amtsinhaber Wladimir Putin die Abstimmung gewinnt. Quelle: AP
Moskau

Bei der russischen Präsidentenwahl hat sich Amtsinhaber Wladimir Putin am Sonntag siegessicher gezeigt. „Ich bin überzeugt von der Richtigkeit des Programms, das ich dem Land vorschlage“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Der 65-Jährige steuert bei der Wahl ungefährdet eine vierte Amtszeit im Kreml an, die laut Verfassung bis 2024 dauern wird.

Überschattet wird die Wahl aber von vielen Belegen für kleinere und größere Manipulationen. Wahlbeobachter des Oppositionellen Alexej Nawalny beklagten, ihnen sei der Zugang zu vielen Wahllokalen verwehrt worden. Die zentrale Wahlkommission wiederum teilte mit, ihr Computernetzwerk habe Cyberattacken aus 15 Ländern abwehren müssen. Die Server seien mit Massenanfragen (DDoS) überschwemmt worden, um sie zum Absturz zu bringen, sagte Wahlleiterin Ella Pamfilowa.

Zuordnung der Wahllokale funktioniert nicht überall

Als ein Problem verzeichneten Wahlbeobachter, dass Wähler in verschiedenen Wahllokalen mehrfach abstimmten. Nach Pamfilowas Angaben haben sechs Millionen Wähler beantragt, nicht am Wohnort, sondern andernorts abstimmen zu dürfen. Die eindeutige Zuordnung zu nur einem neuen Wahllokal schien nicht immer zu funktionieren.

Ein Fall von einer mehrfacher Stimmen-Abgabe wurde aus der Stadt Ljuberzi bei Moskau gemeldet. Alle Stimmzettel in der betroffenen Wahlurne seien für ungültig erklärt worden, erklärte Irina Konowalowa, Leiterin der Wahlkommission für die Region Moskau.

In der Stadt Artjom im Fernen Osten Russlands habe ein Mann mehrere Stimmzettel in die Urne geworfen, erklärte Tatiana Gladchich, Leiterin der regionalen Wahlkommission. Die Wahlurne sei versiegelt und der Mann festgenommen worden.

Die Zentrale Wahlkommission erklärte, sie gehe Berichten über Mehrfach-Stimmabgaben in der sibirischen Region Kemerowo nach. Unabhängige Beobachter und Aktivisten haben zahlreiche derartige Fälle und andere Unregelmäßigkeiten bei der Wahl am Sonntag gemeldet.

Behörden Berichten von höherer Beteiligung als 2012

Angesichts der erwarteten Mehrheit für Putin sahen Experten die Wahlbeteiligung als wichtigen Hinweis auf die Stimmung im Land. 2012 hatten nach offiziellen Angaben 65,3 Prozent der Wähler teilgenommen. Putin siegte mit 63,6 Prozent. Tatsächlich berichteten die Wahlbehörden diesmal durchgehend von einer höheren Beteiligung. Bis 10.00 Uhr Moskauer Zeit hätten 16,55 Prozent der Wähler abgestimmt, sagte Pamfilowa. Das seien zweieinhalb Mal mehr als 2012.

Von dpa/AP/RND

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