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Welt Ben Stiller feiert Comeback mit seiner Punkband aus Teenagerjahren
Mehr Welt Ben Stiller feiert Comeback mit seiner Punkband aus Teenagerjahren
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13:15 24.10.2018
Schauspieler Ben Stiller wollte schon einmal Archäologe werden – jetzt könnte er noch einmal mit 52 Jahren noch Rockstar werden. Mit seiner früheren Punkband „Capital Punishment“ hat er ein Album aufgenommen. Quelle: Ettore Ferrari / epa / dpa
Hannover

Es gibt einige interessante Fakten über das Leben von Comedy-Darsteller Ben Stiller. Zum Beispiel stand er mit seinem Kumpel Owen Wilson ganze zwölf Mal vor der Kamera. Oder: Während seiner High-School-Zeit hat er mit seinen Freunden die Punkband „Capital Punishment“ gegründet. 1982 war das. Sie nahmen sogar ein Studioalbum auf, das auf den poetischen Namen „Roadkill“ hört. 16 Jahre war Ben Stiller damals alt. 1983 verließ er die Schule nach dem Abschluss, schon 1987 fand er in der legendären amerikanischen Show „Saturday Night Live“ als Comedian Erwähnung.

Capital Punishment geriet damit in Vergessenheit – bis heute. Denn nun hat die Band ein Comeback angekündigt, auf das keiner gewartet hat. Ben Stiller und seine Kumpels Kriss Roebling und Peter Zusi haben ihre Band wieder zum Leben erweckt – und stehen mit einer Platte in den Startlöchern, 36 Jahre nach „Roadkill“.

Ben Stiller: Comedian, Schauspieler – und Punk-Schlagzeuger

Laut der Vinyl-Datenback doscogs.com saß Ben Stiller 1982 am Schlagzeug und war bei „Roadkill“ für das Arrangement zuständig. Kriss Roebling sang und schrieb die Songs. Peter Zusi war für die Gitarre verantwortlich. Peter Swann spielte bei den Aufnahmen Bass. Er ist heute laut dem „Rolling Stone“ ein Richter am Surpreme Court in Arizona.

Gitarrist Peter Zusi heute Professor für Englische Literatur in Prag. 2015 gab er dem Magazin „Noisey“ ein Interview: „Wir haben mit der Band wirklich nur für unsere eigene Unterhaltung angefangen“, so Zusi. Sie seien alle zur selben Schule gegangen und der Sänger der Band, Kriss Roebling, hat uns eingeladen mitzumachen.

Ben Stiller als Punk – das heißt Chaos

Im Studio sei dann einfach nur Loslegen angesagt gewesen – ohne großen Plan. Mit dem ganzen Kram, den eine jugendliche Punkband in den Achtzigern so gemacht hat. „Der Toningenieur konnte nicht glauben, was er da sah“, so Zusi. Das Album klingt stark nach „The Clash“, allerdings unterbrechen die jungen Musiker die Aufnahmen häufig, um wild durcheinanderzureden. Und extra-laut zu atmen.

Die Teenager wollten mit dem Album gegen die Zeit der frühen Reagan-Jahre in den USA rebellieren. „Es gab da dieses Gefühl, dass das Leben durchökonomisiert und -saniert wurde.“ Sie trafen auch Gene Simmons, Bassist von Kiss und Musikproduzent, doch aus dem Treffen wurde nichts. „Wir saßen nur da und zitterten. Ich erinnere mich nicht an ein Wort, dass Gene Simmons gesagt hat“, so Zusi.

36 Jahre nach Bandgründung wird die erste Platte von „Capital Punishment“ veröffentlicht

Schon 2014 hat sich die alte Band wieder getroffen: Ben Stiller, Kriss Roebling und Peter Zusi – zum ersten Mal nach 20 Jahren. Damals wurde der Plan gefasst, ein Album zu veröffentlichen. Dann hat es aber noch ein paar Jahre gedauert. Nun soll das erste, offizielle Album „This is Capital Punishment“, die Neuaufnahme von „Confusion“, am 23. November als Platte herauskommen und ab dem 7. Dezember digital abrufbar sein. Bereits jetzt ist die neue Version vom titelgebenden Song „Confusion“ auf Soundcloud zu hören.

„Capital Punishment“ spielte nie öffentliche Konzerte. Ob sie jetzt, nach ihrer Wiederbelebung, auf Tour gehen, ist noch offen.

Von Geraldine Oetken / RND

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