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Welt Aus Protest: Künstler will den nächsten Banksy schrotten
Mehr Welt Aus Protest: Künstler will den nächsten Banksy schrotten
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11:04 21.11.2018
Die nächste Kunst-Schrott-Aktion? Der Amerikaner Ron English will Street Art zerstören, um gegen die Kommerzialisierung von Kunst zu demonstrieren. Banksy hat es mit „Girl With a Balloon“, hier im Bild zu sehen, vorgemacht. Quelle: Tristan Fewings/Getty Images for Sotheby's
New York

Kann man ja mal machen: Der Künstler Ron English hat sich ein Banksy-Bild gekauft. Ein Original. Preis: 730.000 Dollar, also etwa 640.000 Euro. Und nun? Der Amerikaner will das Bild „Slave Labour“, ursprünglich an einer Wand in London während der Olympischen Spiele 2012, zerstören, sagt er. „Ich werde es wieder weiß malen. Ich bin durch“, sagt der Künstler. „Dies ist ein Befreiungsschlag für die Street Art. Diese Kunst sollte nicht ge- und verkauft werden. Also werde ich es übermalen und werde es an meine Wände in meinem Haus hängen“, sagt der Künstler dem Magazin „Daze“ in einem Interview.

Die Ironie des Kunstmarkts

Doch der große Künstler hat es bereits vorgemacht: Banksy selbst hat in einem beispiellosen Stunt im Oktober bei einer Auktion von Sotheby’s in London sein „Girl With A Balloon“ halb zerschreddert – um gegen die Mechanismen des Kunstmarktes zu protestieren, wie er in einem Video-Statement mitteilt. Die Ironie des Kunstmarktes: Der Wert des Bildes – ein anonymer Käufer hatte es im heilen Zustand für etwa 1,2 Millionen Euro ersteigert, verdoppelte sich laut Experten nach dem Schredder. Banksy taufte das Werk daraufhin “Love is in the bin“.

Mehr zum Thema:
Banksy: Antikapitalismus für Schredder

Ron English will jetzt aber nach Banksys Arbeit, den Künstler nennt er einen guten Kumpel, nicht aufhören. Er will jegliche Street Art, die er in die Hände kriegt, zerstören. Letztendlich geht es auch um seine Kunst. Der Amerikaner greift Ikonen der Popkultur auf, wie Superhelden, Marylin Monroe oder den McDonalds-Clown. Bekannt wurde er unter anderem für sein Bild „Abraham Obama“, das die beiden Präsidenten zu einem Porträt fusioniert. Während des Wahlkampfes 2008 wurde das Bild zu einem Hoffnungsträger für Obama-Anhänger.

Von Geraldine Oetken/RND

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