Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt SPD und Linke gegen Ausweisung von Erdogan-Kritiker
Mehr Welt SPD und Linke gegen Ausweisung von Erdogan-Kritiker
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:42 29.10.2018
Der türkische Journalist Adil Yigit muss nach seiner Protestaktion Deutschland verlassen. Quelle: imago/Reiner Zensen
Berlin

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, hat dafür plädiert, den türkischen Journalisten Adil Yigit nicht auszuweisen. „Man kann nur hoffen, dass die örtlichen Entscheidungsträger schnell eine vertretbare Lösung finden“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Agil Yigit wäre nach den Erfahrungen anderer kritischer Schriftsteller und Journalisten überall gefährdet. Wir müssen sicherstellen, dass Meinungs- und Pressefreiheit nicht durch aufenthaltsrechtliche Fragen in Zweifel gezogen werden.“

Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sevim Dagdelen, und der grüne Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir hatten sich zuvor ähnlich geäußert. Dagdelen hatte gesagt, sie finde „die Ausweisungsverfügung gegen diesen prominenten Erdogan-Kritiker ungeheuerlich“.

Yigit führt die Ausweisung auf seine Protestaktion zurück

Der 60-Jährige hat den Ausweisungsbescheid nach eigenen Worten am Freitag bekommen und führt ihn auf seine Protestaktion während der Pressekonferenz des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan mit Kanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt Ende September zurück. Yigit hatte ein weißes T-Shirt übergezogen, auf dem stand: „Freiheit für Journalisten in der Türkei". Daraufhin brachten ihn deutsche Sicherheitskräfte hinaus.

Nun sei die Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt worden, sagte Yigit. Er müsse das Land bis zum 22. Januar 2019 verlassen oder werde abgeschoben. Laut „taz“ gibt die Ausländerbehörde als Gründe für die Ausweisung an, dass Yigit nicht erwerbstätig sei und nicht bei seinen Kindern lebe.

Yigit, der in Deutschland die regierungskritische Onlinezeitung „Avrupa Postasi" herausgibt, lebt nach eigenen Worten seit 36 Jahren in Deutschland. In der Türkei wurde er politisch verfolgt.

Von Markus Decker/RND

In Bayern hat es einen Anschlag auf einen ICE gegeben. Laut Medienberichten war ein Stahlseil über die Gleise gespannt – Ziel war offenbar, den Hochgeschwindigkeitszug zum Entgleisen zu bringen. Nun ist ein Drohschreiben aufgetaucht.

29.10.2018

Für einen Großeinsatz der Bundespolizei sorgen in Sachsen-Anhalt zwei an Bahngleisen verirrte Schwäne – am Ende setzt die Bahn einen eigen Zug ein, um die Tiere zu retten. Doch gibt es tatsächlich ein Happy End?

29.10.2018

Schweres Busunglück im Norden Pakistans: In einer Bergregion kam ein Bus von der Straße ab und stürzte Hunderte Meter in die Tiefe.

29.10.2018