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Welt Arbeiter-Samariter-Bund sagt Erste-Hilfe-Kurse bei der AfD ab
Mehr Welt Arbeiter-Samariter-Bund sagt Erste-Hilfe-Kurse bei der AfD ab
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09:57 26.10.2018
Im Zweiten Weltkrieg wurde der ASB von Nationalsozialisten enteignet und zerschlagen. Quelle: Roland Weihrauch/dpa
Berlin/Köln

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) es abgelehnt, einen Erste-Hilfe-Kurs bei der AfD-Bundestagsfraktion durchzuführen. Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch erklärte am Donnerstagabend in Köln, sein Verband werde keinerlei Geschäftsbeziehungen mit der Partei eingehen: „Dazu kann auch gehören, die Durchführung von Erste-Hilfe-Kursen für die Bundestagsfraktion abzulehnen“, sagte Bauch.

Das habe nichts damit zu tun, dass der ASB allen Menschen helfe, unabhängig von ihrer politischen, ethnischen, nationalen und religiösen Zugehörigkeit. „Das gilt demzufolge auch für Mitglieder, Abgeordnete und Mitarbeiter der AfD“, erklärte der Bundesgeschäftsführer. Dennoch vertrete der ASB eine „klare Haltung gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Politik“.

ASB verweist auf seine Geschichte

Bauch begründete die Haltung des ASB mit der Geschichte und dem Wertekodex des Verbandes. Der Arbeiter-Samariter-Bund sei selbst Opfer von Rechtsextremismus und 1933 von den Nationalsozialisten enteignet und zerschlagen worden. Heute sei der Verband eine Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation mit 1,3 Millionen Mitgliedern, die sich für eine offene Gesellschaft und ein solidarisches Miteinander einsetze, „und auch 130 Jahre nach ihrer Gründung eine klare Haltung gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Politik vertritt“, unterstrich Bauch.

Die AfD-Fraktion im Bundestag hatte die ASB-Absage zuvor kritisiert. Die Begründung sei nicht nachvollziehbar, erklärte die Abgeordnete Ulrike Schielke-Ziesing. Bei einem Erste-Hilfe-Kurs gehe es darum, im Notfall Menschenleben zu retten. Das sei nicht davon abhängig, ob die Werte der Beteiligten übereinstimmten. Die Fraktionsmitarbeiter, von denen viele nicht Mitglied der AfD seien, würden „zur Geisel der SPD gemacht“, so Schielke-Ziesing. Der ASB-Bundesvorsitzende solle die politische Auseinandersetzung nicht auf dem Rücken seines Verbandes und der AfD-Mitarbeiter austragen.

Bundesvorsitzender des Arbeiter-Samariter-Bundes ist der SPD-Europa-Abgeordnete Knut Fleckenstein aus Hamburg. Präsident des Verbandes ist der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering.

Von RND/epd

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