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Welt Baerbock: Grüne sind gesprächsbereit
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05:01 17.10.2018
Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck sind zufrieden mit dem Wahlergebnis in Bayern. Sie würden aber auch gern regieren. Quelle: Britta Pedersen/dpa
Berlin

Die Vorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, hat vor dem am Mittwoch stattfindenden Sondierungsgespräch der CSU mit ihrer Partei Gesprächsbereitschaft signalisiert, zugleich aber einen deutlichen Wandel gefordert.Uns geht es um Bayern“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir machen Politik, um zu verändern.“ Baerbock fügte hinzu: „Wir wollen dem anti-europäischen Spaltungskurs eine positive, zuversichtliche Politik entgegensetzen. Dafür braucht es aber sehr grundlegende Änderungen. Bei der CSU, bei Herrn Söder. Ohne die geht es für uns nicht. Das war vor der Wahl klar und gilt mit diesem Ergebnis umso mehr.“ Die vor Regierungsbildungen entscheidende Frage sei stets, „ob wir Dinge positiv verändern können oder nicht“ und nicht, wer die Regierung bilde.

Auf die Frage, ob es noch eine Restchance für Schwarz-Grün in Bayern gebe, erwiderte sie: „Unsere Ansage war: Wir reden mit jedem über eine ökologische, gerechte und weltoffene Politik. Wir reden aber nicht über ein Weiter so! Das gilt auch jetzt.“ Doch die CSU müsse offensichtlich „erst mal begreifen, dass das Verwalten von Politik zu Politik-Verdruss führt“.

Die Parteichefin betonte zugleich, dass die Grünen trotz des Wachstums in den Umfragen und bei der Landtagswahl in Bayern keine Volkspartei wie CDU, CSU oder SPD werden wollten. „Volkspartei hieß in den letzten Jahren, sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen“, erklärte sie. „Das hat bei CDU und SPD dazu geführt, dass man dann eher nichts mehr getan hat. Dabei ist es essenziell, zum Beispiel die Klimakrise in den Griff zu bekommen. Da sind radikale Antworten erforderlich.“

Von Markus Decker/RND

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