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Welt Aktivisten besetzen acht leerstehende Häuser in Berlin
Mehr Welt Aktivisten besetzen acht leerstehende Häuser in Berlin
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11:31 21.05.2018
In der Reichenberger Straße in Kreuzberg beispielsweise war die Polizei mit einem Großaufgebot vor einem angeblich besetzten Haus präsent. Quelle: imago/Eibner
Berlin

Hausbesetzer sind aus Protest gegen die prekäre Lage am Wohnungsmarkt in Berlin in mehrere leerstehende Gebäude eingedrungen. Die Polizei bestätigte am Sonntag, dass bis zu acht Häuser betroffen seien. Unklar sei noch, ob es sich um eine kurzzeitige Aktion handele oder eine dauerhafte Besetzung angestrebt werde, sagte Sprecher Winfrid Wenzel.

Transparente seien aus Fenstern gehängt worden. Einsatzkräfte seien vor Ort, würden die Gebäude begehen und das Gespräch suchen, erklärte der Sprecher weiter. „Klar ist aber, dass wirkliche, echte Besetzungen nicht geduldet werden.“ Bislang sei die Situation entspannt. Die Eigentümer würden kontaktiert.

In der Reichenberger Straße in Kreuzberg beispielsweise war die Polizei mit einem Großaufgebot vor einem angeblich besetzten Haus präsent. An einer Fassade hing ein Transparent mit der Aufschrift „Polizeigewalt ein Ende setzen“; auf einem anderen, an einem Laster vor dem Gebäude befestigten, stand zu lesen: „Die Häuser denen, die sie brauchen“.

Der Sprecher der Besetzer kritisierte, Zehntausende Menschen in der Hauptstadt seien wohnungslos und ein immer größerer Teil der Einkommen müsse für steigende Mieten aufgewendet werden. Angesichts der vorherrschenden Gentrifizierung sei es „illegitim, dass Häuser leer stehen“.

Laut einer Mitteilung wollen die Aktivisten etwa in der Bornsdorfer Straße 37b in Neukölln einen „offenen, unkommerziellen Kiezraum“ und „selbstverwalteten Wohnraum“ in 40 Wohnungen und Gewerberäumen schaffen. Das Haus stehe seit Jahren leer. Es habe bereits Verhandlungen mit dem Eigentümer, einem Landeswohnungsunternehmen, gegeben. Es seien auch schon Möbel in das Haus getragen worden.

Man habe mindestens neun Häuser besetzt, erklärte der Sprecher weiter, etwa in Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain. Alle stünden zum Teil leer. Die Besetzungen seien auf Dauer angelegt, hieß es. Unter dem Stichwort #besetzen war die Aktion zuvor im Internet angekündigt worden - ohne genaue Standorte zu nennen.

Von dpa/RND

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