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14:55 06.05.2022
Wasserbüffel grasen auf den Wiesen im Bereich der renaturierten Lahn. Die Universitätsstadt Marburg setzt für die Gisselberger Spannweite auf tierische Landschaftspflege. Wasserbüffel sollen das Gras kurz halten und so Wiesenbrütern und Rastvögeln Lebensraum schaffen. Auch die gefährdete Kreuzkröte soll von der Wasserbüffel-Flächenpflege profitieren.
Wasserbüffel grasen auf den Wiesen im Bereich der renaturierten Lahn. Die Universitätsstadt Marburg setzt für die Gisselberger Spannweite auf tierische Landschaftspflege. Wasserbüffel sollen das Gras kurz halten und so Wiesenbrütern und Rastvögeln Lebensraum schaffen. Auch die gefährdete Kreuzkröte soll von der Wasserbüffel-Flächenpflege profitieren. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Klappe auf und Sprung in die Freiheit oder besser gesagt in den Arbeitsdienst. Denn die sieben Wasserbüffel, die am Donnerstag (5. Mai) vom Viehanhänger ins frische Gras sprangen, traten damit offiziell ihren Dienst als tierische Landschaftspfleger an.

Die Tiere führen ein Projekt fort, das in den vergangenen Jahren die „Gisselberger Spannweite“ zu einem wahren Naturidyll gemacht hat: die Renaturierung der Lahn. Nach Abschluss der Erdarbeiten im Jahr 2020 hat sich die Vegetation des rund anderthalb Kilometer langen Abschnitts gut erholt. Durch gezielte Beweidung sollen die Flächen nun offengehalten werden. Und das hat einen guten Grund: „Würden wir die Natur auf der Fläche einfach wachsen lassen, so würde sich innerhalb weniger Jahre Auwald entwickeln“, erklärt Bürgermeisterin Nadine Bernshausen, die sich den außergewöhnlichen „Alm“-­Auf­trieb vor Ort ansah. Es solle aber Lebensraum für Vögel und Amphibien entstehen und erhalten werden, die auf die offenen Flächen angewiesen sind. Verschiedene Vogelarten können die Flächen als Bruthabitat und in den Herbst- und Wintermonaten als Rastfläche nutzen, so Bernshausen.

von Nadine Weigel

05.05.2022
05.05.2022
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