Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Reise & Tourismus Tourismus im Herbst: Ostsee und Alpen hoffen auf viele Besuchende
Mehr Reise & Tourismus Tourismus im Herbst: Ostsee und Alpen hoffen auf viele Besuchende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:28 01.10.2021
Über der Ostsee geht die Sonne als roter Feuerball unter.
Über der Ostsee geht die Sonne als roter Feuerball unter. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/
Anzeige

Mit ordentlich Rückenwind aus den Sommermonaten geht die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns in den Herbst. Dabei liege die Latte hoch, sagt der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, mit Blick auf die Übernachtungszahlen vom Herbst 2020. Damals seien Rekorde gebrochen worden. So wurden im September 2020 rund 4,2 Millionen Übernachtungen registriert, 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Oktober brachte eine Steigerung um elf Prozent.

Woitendorf geht davon aus, dass die weiter geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen von den Touristinnen und Touristen akzeptiert werden. Ungeimpfte oder nicht vollständig Geimpfte müssten einen negativen Anreisetest vorlegen. Er betont, dass Unterkünfte und Gastronomie mit den 3G-Regeln leben könnten. 3G bedeutet, dass der Besuch nur unter Vorlage einer Bestätigung des Impfstatus, einer überstandenen Covid-Erkrankung oder eines aktuellen Negativtests möglich ist.

„Ein neuer Lockdown wäre eine Katastrophe“

Die Geschäftsführerin des Landesbäderverbands, Annette Rösler, berichtet von einer guten Stimmung in den Badeorten und Kureinrichtungen. „Es gibt momentan keinen Grund zur Klage, die Orte sind voll.“ Alle Beteiligten hofften, dass die Politik ihre Versprechen halte und es keinen weiteren Lockdown gebe. „Ein neuer Lockdown wäre eine Katastrophe.“

Mehr zum Thema

Herbsturlaub in Europa: Die Corona-Regeln in beliebten Reiseländern

Herbsturlaub: Diese Länder lockern im Oktober ihre Einreiseregeln

Fernreise boomt trotz Corona: Deutsche wollen im Winter an warme Ziele

Vor einer guten Belegung der Plätze berichtete auch der Landescampingverband. Die Saison sei bisher besser verlaufen als 2020, sagt Geschäftsführerin Christin Lemcke. Sie hoffe nun auf weitere Unterstützung durch gutes Wetter.

Kampagne „Das Schönste am Herbst“ startet bald

Um die Folgen der Pandemie abzumildern, sei es wichtig, noch einmal viele Gäste für einen Herbsturlaub gewinnen zu können, sagte Tourismusverbandschef Woitendorf. So startet in Kürze die Kampagne „Das Schönste am Herbst“, die sich an die Einwohnerinnen und Einwohner von Berlin und Hamburg richtet.

Highlights seien etwa an diesem Wochenende die Nationalparktage Zingst, bei denen die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit zur Kranichbeobachtung hätten.

Zuversicht auch in den bayerischen Alpen

Auch die Tourismusbranche in den bayerischen Alpen blickt gut eineinhalb Monate vor dem Auftakt an der Zugspitze zuversichtlich auf die kommende Wintersaison. Es gingen schon jetzt zahlreiche Anfragen für Saisontickets ein, sagt eine Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen. „Wir müssen mit dem Verkauf aber noch abwarten.“ Bislang könne man keine verbindlichen Informationen geben, unter welchen Bedingungen die Skisaison stattfinden wird.

Mit der Buchung ihres Skiurlaubs seien die Menschen deshalb bisher zurückhaltend, sagt die Sprecherin der Allgäu GmbH in Kempten, Simone Zehnpfennig. „Bei einigen Menschen schwingt eine gewisse Unsicherheit mit und dies verstärkt den Trend der kurzfristigen Buchungen.“ Grundsätzlich sei die Stimmung in den Allgäuer Tourismusbetrieben aber dennoch positiv. „Die Menschen suchen die Bewegung draußen in der Natur“, sagt Zehnpfennig. „Auch Skifahren mit Gipfelgenuss gehört im Winter für viele einfach dazu.“

Skifahren in diesem Winter wieder möglich

Nach Angaben des Verbands Deutscher Seilbahnen (VDS) soll Skifahren in Bayern im Winter wieder möglich sein – unter Einhaltung der 3G-Regel. Wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist, dürfte somit in Seilbahnen und Liften unterwegs sein. Saison-Karteninhaber im Allgäu sollten sich aber darauf einstellen, dass der Kartenverkauf auf Geimpfte und Genesene ausgelegt sei, sagt Zehnpfennig. „Das hat den entscheidenden Vorteil, sich frei an den Kassen und beim Eintritt ins Drehkreuz bewegen zu können – ganz ohne Wartezeiten, während andere vor Ort an der Kasse den Nachweis erst erbringen müssen.“

Wegen der Corona-Auflagen sei fraglich, ob die Gästezahlen in diesem Winter an den Andrang vor der Pandemie heranreichen können, sagt Zehnpfennig. Vor allem hoffe die Branche aber „sehr darauf, dass wir nicht in einen erneuten Lockdown geschickt werden“, dies würde die Tourismuswirtschaft „nicht überleben“. Auch wegen des Komplettausfalls der alpinen Skisaison 2020/21 hatte die Allgäuer Tourismusbranche nach Angaben der Allgäu GmbH Verluste von 2,73 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Der Verband Deutscher Seilbahnen schätzt die Verluste seiner Mitglieder auf 99 Millionen Euro.

Die Zugspitze soll am 19. November als erstes Skigebiet in Deutschland in die Wintersaison starten – abhängig von der Schneelage und den Temperaturen. Viele andere Skigebiete in den bayerischen Alpen wollen im Laufe des Dezembers folgen.

RND/dpa

Der Artikel "Tourismus im Herbst: Ostsee und Alpen hoffen auf viele Besuchende" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.