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Aktuelles Im Auto: So starten Sie entspannt in den Familienurlaub
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05:07 17.06.2021
Eine lange Autofahrt mit Kindern ist eine Herausforderung. Mit ein paar Tricks wird es leichter für alle.
Eine lange Autofahrt mit Kindern ist eine Herausforderung. Mit ein paar Tricks wird es leichter für alle. Quelle: Leander Baerenz/Westend61/dpa-tmn
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Berlin/München

Gequengel, Langeweile und Übelkeit sind ein Graus bei langen Autofahrten mit Kindern. Aber auch am Lenkrad kann das ständige Sitzen und lange konzentrierte Fahren anstrengend werden. Damit die gemeinsame Zeit im Auto nicht zur Qual wird, ein paar Tipps.

Den richtigen Startzeitpunkt finden

Am Morgen, nachmittags oder lieber in der Nacht losfahren? Babys und kleinere Kinder sollten möglichst in ihrem normalen Tagesablauf bleiben, empfiehlt der ADAC in München. Bei einem sehr frühen Start können sie im Auto weiterschlafen. Um Blechlawinen zu vermeiden, sollte man nicht genau zum Ferienbeginn starten. Und wer die leeren Straßen in der Nacht bevorzugt, dem empfiehlt der Autoclub, nicht direkt im Anschluss des letzten Arbeitstags loszufahren, da das Fahren bei Dunkelheit die volle Konzentration fordert und man schneller ermüdet.

Ab in die Pause

Ob ins Allgäu oder an die italienische Riviera: Eine Fahrt sollte auch mit Unterbrechungen nicht länger als fünf Stunden am Tag dauern, so der Auto Club Europa (ACE). Wichtig sind regelmäßige Pausen - gerade bei Reisen mit Kindern. Und beim Stopp am Rastplatz oder am Feldweg tut dann nicht nur Kindern ein wenig Bewegung gut, um Verspannungen vorzubeugen und fit zu bleiben. Am besten parkt man das Auto dafür im Schatten, damit es sich nicht aufheizt. Dabei kann es helfen, die Armaturen mit einem hellen Tuch abzudecken. Wenn es einen Spielplatz am Rastplatz gibt, können sich die Kinder austoben. Als Alternative empfiehlt das Online-Reisemagazin "Kidsaway" ein Springseil und Gummitwist, welches im Gepäck kaum Platz einnimmt. Ballspiele können hingegen gefährlich sein.

Wasser, Obst und Spuckbeutel einpacken

Vor der Reise ist es schlau, weder hungrig noch mit einem zu vollen Magen zu starten. Das kann auch Reiseübelkeit vorbeugen. Gesunde Kleinigkeiten wie Obstschnitze oder Gemüse sind sinnvoll für unterwegs und verursachen wenig Müll. Wichtig ist: Immer genug trinken, am besten Wasser oder Tee. Wem schlecht wird, sollte einen sich nicht bewegenden Punkt am Horizont fixieren. Dadurch beruhigt sich der Magen wieder. Dennoch sollten Spuckbeutel und Papiertücher immer mit ins Handgepäck. Am Steuer sollte man essen und trinken meiden, damit beide Hände am Lenkrad sind und die volle Aufmerksamkeit dem Straßengeschehen gilt.

Die richtige Kleidung auswählen

Wer lange im Auto sitzt, sollte es sich gemütlich machen. Entsprechend sollte auch die Kleidung nicht unbequem sein. Gut eignet sich luftige, nicht einengende und schweißabsorbierende Bekleidung aus Baumwolle. Auch auf verschiedene Temperaturen sollte man sich vorbereiten, etwa wenn im Stau die Sonne unbarmherzig aufs Autodach brennt, so der ADAC. Schlau sind auch griffbereite Extra-Kleidungsstücke, falls sich die Kinder bekleckern oder übergeben.

Gute Unterhaltung gegen Langeweile - und Übelkeit

Vor allzu großer Langeweile können Radio, Hörbücher, Musik sowie gemeinsame Ratespiele bewahren und ein nettes Reiseklima schaffen. Klassische Spiele sind nicht zu empfehlen, da Spielsteine schnell in den Sitzritzen verschwinden. Als Alternative empfehlen die Verkehrsexperten vom ADAC, kleine magnetische Reise-Brettspiele einzupacken. Aber Vorsicht: Die Spiele sollten nicht über längere Zeit vom Hinausschauen abhalten, da sonst Übelkeit droht. Vom Lesen und Bilderbuchschauen während der Fahrt wird deshalb abgeraten. Eine detaillierte Packliste für das Verreisen mit Kindern sowie Spiele-Ideen finden sich auf der Seite des ADAC und beim Online-Reisemagazin Kidsaway.

Auf das Raumklima achten

Auch wenn es bei der Sommerhitze verführerisch ist: Die Klimaanlage stellt man besser nicht zu kalt ein. Der ACE rät, nicht mehr als sechs Grad Unterschied zwischen der Außen- und Innentemperatur einzustellen. Dadurch wird der Kreislauf nach dem Aussteigen nicht so stark belastet. Um Erkältungen und einen steifen Nacken zu vermeiden, sollte der kühle Luftstrom der Düsen nicht direkt auf den Körper gerichtet werden.

Die Strecke clever planen

Mit geschickter Planung kann auch eine lange Fahrt zur Freude werden. Laut ADAC könnte ein Reisetag mit Kindern in etwa so aussehen:

9 Uhr: Abreise nach gemütlichem Frühstück, das Gepäck wurde am besten schon am Vorabend verstaut. 10.30 Uhr: Erster Stopp am Rastplatz mit kleiner Erfrischung und einmal richtig herumtoben. 11.30 Uhr: Besuch eines kinderfreundlichen Gasthofs für das Mittagessen, danach ein Spaziergang. 14.00 Uhr: Abfahrt mit Nickerchen für den Nachwuchs. 16.00 Uhr: Runter von der Autobahn und etwas Sightseeing, wenn möglich wieder mit kleinem Spaziergang. 17.00 Uhr: Start zur letzten Etappe, um 18.30 Uhr sollte dann das Tagesziel erreicht sein.

© dpa-infocom, dpa:210616-99-24693/2

dpa