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Weihnachtliches Briefe ans Christkind und den Weihnachtsmann
Mehr OP extra Weihnachten Weihnachtliches Briefe ans Christkind und den Weihnachtsmann
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Weihnachten in Marburg und Umgebung
20:56 04.12.2019
Umgeben vom Weihnachtsmann, vom Christkind und von vielen ehrenamtlichen Helfern stempelt die frühere Marburgerin Verena Bentele Weihnachtspost aus Himmelstadt ab. Quelle: Deutsche Post
Marburg

„An das Christkind, Himmelstadt“ steht auf dem Briefumschlag, und tatsächlich kommt der Brief an. In der Vorweihnachtszeit gibt es sieben Adressen, unter denen Christkind, Weihnachtsmann und Nikolaus erreichbar sind: Himmelpfort und Himmelstür, Himmelstadt und Himmelspforten, Engelskirchen, St. Nikolaus und Nikolausdorf. Hunderttausende von Briefen, ganz überwiegend von Kindern, erreichen hier die Postämter. Davon sind allein mehr als 10 000 aus dem Ausland, weiß Alexander Böhm. Böhm ist bei der Deutschen Post zuständig für die Weihnachtspostfiliale Himmelstadt.

Seit über 30 Jahren öffnet die Weihnachtspostfiliale in Himmelstadt am 1. Advent mit einem kleinen Festakt ihre himmlischen Pforten. Jedes Jahr freut sie sich über zahlreiche Wunschzettel von Kindern aus Deutschland und dem Ausland. „Eure Briefe werden vom Christkind und seinen fleißigen Helfer geöffnet, gelesen und natürlich auch beantwortet“, verspricht die Post.

Bentele hilft in Himmelstadt dem Christkind

Und jedes Jahr bekommt das Christkind auch prominente Unterstützung. Dieses Jahr ist es Verena Bentele, die Präsidentin des Sozialverbands VdK. Sie ist vielen noch bekannt als sehbehinderte Skiläuferin, sie gewann bei den Paralympics zwölf Goldmedaillen. Ihr Abitur hat sie an der Carl-Strehl-Schule in Marburg gemacht.

Bentele hilft in Himmelstadt dem Christkind – zusammen mit vielen anderen ehrenamtlichen Helfern – dabei, die ­Briefe zu öffnen, zu sortieren und zu beantworten. Denn: „Jedes Kind, das an das Christkind schreibt, erhält eine Antwort“, versichert Alexander Böhm. Die Briefe sollten allerdings bis zum 3. Advent beim Christkind sein. Die wenigstens der Briefe sind im Übrigen in der Blindenschrift Braille geschrieben.

Jeder Brief erhält einen Sonderstempel

„In meiner himmlischen Schreibstube stapeln sich schon seit Tagen Briefe von Kindern aus der ganzen Welt“, heißt es in einem Brief des Christkindes, der der OP vorliegt. Und: „Die Geschenke für Euch werden schon in den himmlischen Werkstätten vorbereitet.“ Aber wie das so ist mit den Wünschen: sicher sein, dass der Wunsch auch in Erfüllung geht, kann man nicht.

Das Christkind aus Himmelstadt jedenfalls macht aber Mut: „Auch ein Geschenk für Dich wird ganz sicher dabei sein.“ Und damit die Briefe des Christkinds auch ganz sicher die Kinder erreichen, für die sie bestimmt sind, hat auch Verena Bentele mitgeholfen: Sie hat die fertigen Briefe des Christkinds mit einem Sonderstempel abgestempelt.

von Till Conrad