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Gesellschaft Im Zirkus gefangen und eingesperrt
Mehr OP extra Schueler lesen die OP Gesellschaft Im Zirkus gefangen und eingesperrt
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Schueler lesen die OP
In seinem Programm „Storyteller – Gestern, Heute, Morgen“ verzichtet der Circus Roncalli bewusst auf Tiere in der Manege. Stattdessen werden virtuelle Tiere mit Holographietechnik in die Manege projiziert.
In seinem Programm „Storyteller – Gestern, Heute, Morgen“ verzichtet der Circus Roncalli bewusst auf Tiere in der Manege. Stattdessen werden virtuelle Tiere mit Holographietechnik in die Manege projiziert. Quelle: Christian Charisius/dpa
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Noch immer leiden viele Giraffen, Löwen, Tiger, Elefanten oder Bären unter dem grausamen Zirkusleben. Zunehmend mehr Menschen protestieren gegen eine schreckliche Tierquälerei in den Zirkussen.

Die Wildtiere werden dort mit Gewalt gezwungen Kunststücke vorzuführen, die nicht ihrem natürlichen Verhalten entsprechen, weswegen sie ihre eigenen, wichtigen Verhaltensweisen nicht ausleben oder verfolgen können.

Im Schnitt müssen die wehrlosen Tiere 50-mal im Jahr ihren Auftrittsort wechseln, und werden dabei in dunklen Transportwagen von Ort zu Ort transportiert – purer Stress für die Tiere.

Angelangt am Auftrittsort wird das nicht besser: Die Tiere werden weiterhin in engen Käfigen eingesperrt, weswegen sich wenig bis kaum Freiraum bietet. Selbstbestimmte Bewegung ist den Wildtieren weitgehend unbekannt.

Dazu kommt noch die mangelhafte medizinische Versorgung. Einen Besuch bei einem Tierarzt gibt es leider nicht oft, da sich wenige Tierärzte mit Wildtieren auskennen.

Ein Besuch beim Zirkus kann toll sein, aber nicht, wenn andere Lebewesen darunter leiden müssen. Um die Tierquälerei deutlich verringern zu können oder komplett abzuschaffen, könnte man einen Zirkusbesuch davon abhängig machen, ob der Zirkus Wildtiere hält oder nicht. Also am besten besucht man nur einen Zirkus, der gar keine Wildtiere hält und sie auch nicht in der Show präsentiert.

Von Carolina Imirov, Gesamtschule Ebsdorfergrund, Klasse 8G1