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Gesellschaft Gamer: Ganz normale Menschen
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Ein junger Mann sitzt mit einem Headset vor einem Laptop und spielt ein Online-Computerspiel.
Ein junger Mann sitzt mit einem Headset vor einem Laptop und spielt ein Online-Computerspiel. Quelle: Lino Mirgeler/dpa/Themenfoto
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Warum werden Gamer so schlecht in der Gesellschaft angesehen? Gamer sind ganz normale Menschen und werden von bestimmten Personen wegen ihres Hobbys nicht gemocht. Erstmal die Vorwürfe gegen Gamer: Zocken macht dumm, es macht süchtig und die meisten Gamer haben ein Aggressionsproblem.

Um dagegen ein Argument zu nennen, fange ich bei dem ersten Vorwurf an: „Zocken macht dumm“. Studien haben sogar ergeben, dass Zocken schlau macht, die Reaktionsfähigkeit steigert und die Gamer mehr Empathie empfinden lässt. (Unter anderem kamen Forscher der Ruhr-Universität Bochum zu dem Schluss, dass sich durch Videospiele bestimmte Gehirnregionen trainieren lassen)

Der zweite Vorwurf „Zocken macht süchtig“ stimmt nicht ganz. Wenn man jeden Tag neun bis zwölf Stunden zockt und regelrecht abhängig wird, kann man von einer Sucht reden. Aber wenn man nur, wie viele Gamer, zwei bis sechs Stunden zockt und jederzeit aufhören kann, ist es nicht schlimm.

Und nun der dritte Vorwurf „Zocker haben Aggressionsprobleme“: Dies ist ein Vorwurf, mit dem Gamer schon lange leben müssen. Doch Langzeitstudien aus den USA oder Untersuchungen in Neuseeland haben ergeben, dass es das Aggressionsverhalten nicht nachhaltig oder langfristig beeinflusst.

Hoffentlich wird sich das gesellschaftliche Bild von Gamern irgendwann ändern, weil es keinen Grund gibt, Gamer nicht zu mögen oder sogar zu hassen.

Von Leandro Zimmer, Gesamtschule Ebsdorfergrund, Klasse 8R2