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Coronavirus Schulwechsel in Pandemie-Zeiten
Mehr OP extra Schueler lesen die OP Coronavirus Schulwechsel in Pandemie-Zeiten
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Schueler lesen die OP
Für viele Viertklässler stehen in diesen Tagen vor den Sommerferien die letzten Unterrichtseinheiten im gewohnten Umfeld mit dem gewohnten Lehrpersonal und den liebgewonnenen Mitschülern an.
Für viele Viertklässler stehen in diesen Tagen vor den Sommerferien die letzten Unterrichtseinheiten im gewohnten Umfeld mit dem gewohnten Lehrpersonal und den liebgewonnenen Mitschülern an. Quelle: Patrick Pleul/dpa/Themenfoto
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Marburg

Wir wollten wissen, wie Viertklässler über ihren Schulwechsel in diesen außergewöhnlichen Zeiten denken und haben deshalb Schüler aus der Erich-Kästner-Schule und der Gerhart-Hauptmann-Schule befragt. Der Durchschnitt ist nicht so schlecht, wie besorgte Eltern denken könnten.

Es kam heraus, dass sich die Vorfreude der Kinder, die unter Corona-Bedingungen eingeschult werden, nicht wesentlich von der Vorfreude der Kinder unterscheidet, die unter normalen Umständen auf die weiterführende Schule gekommen sind.

Tatsächlich sind die Emotionen fast die Gleichen: Zur Vorfreude, die Schule zu wechseln, mischt sich die übliche Aufregung und die Trauer über den Abschied. Nur die Klassenfahrten mussten dieses Jahr leider ausfallen, wie uns die Kinder geschlossen berichteten. Ob sie nachgeholt werden, muss jede Schule für sich entscheiden, die meisten werden dies aber wohl nicht tun.

Anders sieht es bei den Klassenabschiedsfeiern aus: Hier legen die Schulen größeren Wert auf eine schöne Erinnerung. „Wir wollen auf den Ponyhof fahren, und da grillen wir dann zusammen,“ berichtet eines der Kinder. Was noch entfiel war ein Schulrundgang vor Ort. Die Schulen boten zwar eine Onlinevorstellung an, was aber natürlich nicht vergleichbar ist, obwohl die Kinder wirklich tolerant und offen für diese Art des Kennenlernens sind.

Auch die Kinder geben ihr Bestes

Insgesamt behandeln sie die Schwierigkeiten der Pandemie sehr verständnisvoll. Mit den Masken beispielsweise gehen sie souverän um und finden es auch nicht problematisch, sie zum Schutz anderer Leute zu tragen. Einer der Schüler erzählte uns: „Ich bin es ja schon gewohnt und es hilft so Leuten wie Oma und Opa. Außerdem tut es nicht weh und ist total okay.“

Deshalb wäre es für sie nach eigenen Aussagen kein Problem, die Maske weiterhin und nun auch auf der neuen Schule zu tragen. Dass sie das Gesicht der neuen Lehrer nicht kennen, finden sie erst mal nicht weiter schlimm: „Es kommt ja auf den Charakter an, und nicht, wie der Lehrer aussieht,“ teilte uns eines der Kinder mit.

Trotzdem wünschen sie sich ein baldiges Ende der Pandemie: Es ist natürlich auch für die Kinder keine leichte Situation, aber sie geben ihr Bestes.

Von Charlotte Weintraut und Leni Benthin, Gymnasium Philippinum, Klasse 8b