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Coronavirus Schule wird zum Stressfaktor
Mehr OP extra Schueler lesen die OP Coronavirus Schule wird zum Stressfaktor
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Schueler lesen die OP
Eine Jugendliche sitzt in einem abgedunkelten Zimmer am Fenster.
Eine Jugendliche sitzt in einem abgedunkelten Zimmer am Fenster. Quelle: Paul Zinken/dpa/Themenfoto
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Marburg

Ein Einblick in die Schulzeit von März letzten Jahres bis März dieses Jahres, unter der Kinder und Jugendliche weiter leiden. Die Pandemie wirkt sich auf viele Kinder und Jugendliche sehr negativ aus. Nicht nur der Unterricht verläuft anders als sonst, sondern auch das Umgehen mit den Mitmenschen.

13. März 2020: Schulen werden geschlossen und auch alle Geschäfte machen dicht. Der erste Lockdown tritt ein, viele Menschen sind schockiert und wissen nicht weiter. Kinder gehen weder in die Schule noch stehen Verabredungen an. Für viele bricht eine Welt zusammen. Corona ist ein Thema, das alle betrifft, nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Eltern, die nicht wissen, wie es weiter gehen soll mit der Schule.

Die meisten Schüler haben Unterricht digital zu Hause. Was das für Auswirkungen auf die Schüler hat, kann man sich denken, aber trotzdem wird es unterbewertet, wie es ihnen eigentlich damit geht. Stundenlange Videokonferenzen und Hausaufgaben bis in die Nacht – das alles müssen Kinder erleben und aufarbeiten.

Viele Schüler und Schülerinnen kommen mit dem distanzierten Unterricht nicht klar und sind dadurch überfordert, mit der Schule hinterherzukommen. Was das heißt? Stress und mögliche negative Folgen auf die Psyche der Kinder und Jugendlichen. Viele Therapiestellen sind in der momentanen Zeit überlastet, weil die jungen Schüler mit dem Stress der Schule nicht umgehen können und zur Selbstgefährdung der eigenen Gesundheit neigen.

Die Freude währte nur kurz

Der Grund: Corona vermiest den Kindern den persönlichen Kontakt zu ihren Freunden sowie Mitschülern und Lehrern und Lehrerinnen. Durch Corona hat sich viel geändert und wird an dieser Stelle auch nicht mehr so schnell rückgängig gemacht werden.

Ende 2020 durften die Schüler mit Erfolg und langem Warten in den Wechselunterricht gehen, die Freude war groß. Doch auch das ging schnell vorbei, der nächste Corona-Lockdown stand an und nahm den jungen Schülern die Freude wieder weg. Der Distanzunterricht fing wieder an und die Enttäuschung stand den Schülern groß ins Gesicht geschrieben.

Die Schüler wissen gar nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen und das wiederum beeinflusst ihre Stimmung, und die liegt bei vielen im Moment im Keller. Der Sport fällt weg und auch die Freunde werden weniger, das alles wirkt sich auf die Jugendlichen sehr negativ aus. In manchen Situationen fühlen sie sich einsam, weil sie den Sport nicht haben.

Kinder merken, wie wichtig Freunde sind

13. März 2021: Genau vor einem Jahr geschah es, das Coronavirus holte uns ein und wir sitzen zu Hause und warten bis wir wieder unserem Alltag nachgehen können. Vergebens, viele Einschränkungen gelten bis heute und wir müssen uns an Regeln halten, die wir jetzt seit einem Jahr befolgen müssen. Die Chancen standen gut, dass die jungen Schüler vor den Osterferien wieder in die Schule gehen konnten, doch auch das wurde verschoben. Dann folgte das Wechselmodel.

Viele Jugendliche sagen: „Corona nimmt uns die Jugend weg.“ Diese Aussage hört man täglich. Für viele ist es eine Art Schmerz, den sie fühlen, denn sie wissen nicht, ob sie überhaupt nochmal normal zur Schule gehen können und wie das aussehen würde. Sie merken, wie wichtig es eigentlich ist, seine Freunde zu haben und mit ihnen Zeit zu verbringen und dass es Sachen gibt im Leben, die einfach wichtig sind. Wir hoffen alle, dass es unseren Kindern und Jugendlichen bald wieder besser geht und dass sie wieder in vollen Zügen in die Schule gehen können.

Von Leena-Angelina Perri, Gesamtschule Ebsdorfergrund, Klasse 8R1

31.05.2021
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