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Coronavirus Kontaktlose Politik in der Pandemie ist Hindernis
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Bürgermeister Wieland Stötzel nimmt im Interview mit einer Schülerreporterin Stellung.
Bürgermeister Wieland Stötzel nimmt im Interview mit einer Schülerreporterin Stellung. Quelle: Thorsten Richter/Archiv
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Marburg

Im Interview spricht Marburgs Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) über die Auswirkungen der Pandemie auf seinen Beruf.

Amy Sauerbier: Herr Stötzel, wie ist Ihr Arbeitsplatz ausgestattet? Ist die Möglichkeit da, für jeden genügend Raum zu bieten?

Wieland Stötzel: Meine Arbeitsplätze im Rathaus und zu Hause sind mit der normalen Bürotechnik ausgestattet. Das meiste läuft heute über Laptop, Tablet und Handy. Mit den Abstandsgeboten in der Corona-Pandemie können Besprechungen meist nicht mehr in meinem Büro stattfinden. Meist finden sie als Videokonferenz oder in größeren Räumen statt.

War die Wahl eine besondere, wenn ja warum?

Die Kommunalwahl war ganz besonders. Die Bürgerkontakte fehlten fast vollständig, weil man sich nicht auf Veranstaltungen oder Festivitäten getroffen hat. Das machte auch den Wahlkampf für alle Beteiligten schwer. Die hohe Zahl der Briefwähler hat auch gezeigt, dass viele Bürger Kontakte vermeiden wollten.

Austausch mit anderen Städten

Wie viel dürfen Sie zu den lokalen Corona-Bestimmungen beitragen?

Die meisten Regelungen werden auf Bundesebene besprochen und von den Ländern konkretisiert. Lokale Bestimmungen gibt es nur in seltenen Fällen, die wir dann mit dem Landkreis besprechen. Aber wir müssen natürlich hier vor Ort die Bundes- und Landesregelungen umsetzen. Und das ist anspruchsvoll, weil sich die Vorgaben häufig ändern oder sich Abgrenzungsfragen im Einzelnen stellen. Hier stimmen wir uns aber auch mit anderen Städten ab.

Wurden Sie schon geimpft, beziehungsweise würden Sie sich impfen lassen?

Stötzel: Sobald ich an der Reihe bin, lasse ich mich impfen. Derzeit werden diejenigen geimpft, die alters- oder krankheitsbedingt ein erhöhtes Risiko aufweisen oder die beruflich physischen Kontakt zu anderen Personen haben müssen. Diese Personen haben zu Recht Vorrang.

Arbeit hat sich ganz erheblich verändert

Wie oft wurden Sie getestet, beziehungsweise werden Sie getestet?

Stötzel: Wir haben in der Stadtverwaltung Tests für unsere Mitarbeiter besorgt, damit eine Infektion früh erkannt werden kann und keine anderen Personen angesteckt werden. Diese Tests sollen mindestens wöchentlich erfolgen. Daran beteilige ich mich auch.

Wie hat sich Ihr Beruf während der Pandemie verändert?

Stötzel: Meine Arbeit hat sich in der Pandemie-Zeit ganz erheblich verändert. Die vielen Herausforderungen und Fragestellungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise haben andere Themen in den Hintergrund treten lassen, weil der Schutz der Menschenleben auch für mich immer Vorrang hat. Viele Sitzungen und Besprechungen sind zu Videokonferenzen geworden. Das hat Vor- und Nachteile. Der unmittelbare Bürgerkontakt, insbesondere an den Wochenenden auf verschiedenen Veranstaltungen und Terminen, ist praktisch komplett weggefallen. Das fehlt mir persönlich sehr.

Von Amy Sauerbier, Gesamtschule Niederwalgern, Klasse 8.1