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Coronavirus Homeschooling – ein Albtraum?
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Schueler lesen die OP
Ob auf „Zoom“ oder anderen Online-Videoplattformen: Der Fernunterricht war für Schüler und Lehrer eine große Umstellung.
Ob auf „Zoom“ oder anderen Online-Videoplattformen: Der Fernunterricht war für Schüler und Lehrer eine große Umstellung. Quelle: Zacharie Scheurer/dpa/Themenfoto
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Marburg

Wofür lebe ich? Was bringt das? Dies alles ging mir im Homeschooling durch den Kopf. Diese Gedanken gehören zu meinem derzeitigen Alltag.

Morgens um 7.40 Uhr aufstehen, essen und mit dem Homeschooling starten. Nachmittags, nach dem Homeschooling, die Zeit irgendwie zu Hause vertreiben. Zu Beginn des Lockdowns dachte man sich, dass man sich jetzt die Schulaufgaben gut einteilen kann, da man ja zu Hause säße und sich seinen eigenen Plan machen könne.

Doch im weiteren Verlauf schwand das Durchhaltevermögen. Schulaufgaben zu machen und die Lehrer machten Druck, wodurch die Zeit während des Lockdowns zu einer Qual wurde. Wenn man gerade nicht Probleme mit der Schule hatte, fühlte man sich allein, da man den ganzen Tag zu Hause saß und sich mit niemandem treffen konnte oder überhaupt etwas unternehmen konnte.

Wenn man Aufgaben nicht verstand, hatte man es schwer, sich mit anderen auszutauschen. Dies war mit eines der größten Probleme des Homeschoolings. Endlich hat dieses Chaos ein Ende. Doch die Frage ist, wie lange? Die Regierung beschließt, weil die Zahlen sinken, dass viele Regelungen wieder gelockert werden können, obwohl dies mit dem Risiko verbunden ist, dass die Infektionen erneut steigen und wir in einen nächsten Lockdown müssen.

Es sind (Anm.d.Red.: zum Zeitpunkt als dieser Artikel verfasst wurde) noch sechs Wochen bis die Sommerferien starten. Diese Zeit reicht nicht aus, um die Themen aus dem Distanzunterricht noch mal richtig zu besprechen, da viele Schülerinnen und Schüler nicht mit dem Stoff hinterhergekommen sind. Doch trotzdem werden Arbeiten geschrieben und Zeugnisse besprochen.

Die Schülerinnen und Schüler brauchen in der jetzigen Zeit keine Benotung oder Unterricht mit der ganzen Klasse, sondern eine Pause, damit sie einen sorgenfreien Neuanfang starten können, sich auch mal ohne Masken oder große Kontaktbeschränkungen treffen und den Lockdown hinter sich lassen können.

Von Lasse Wunderlich und Anton Berger, Gymnasium Philippinum, Klasse 8b