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In einem Impfausweis ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen. Wer eine Impfung hat, bekommt einen Eintrag in den Impfpass.
In einem Impfausweis ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen. Wer eine Impfung hat, bekommt einen Eintrag in den Impfpass. Quelle: Patrick Pleul/dpa/Themenfoto
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Niederweimar

Unser Schüler-Reporter hat Ende März 2021 mit einem Verwandten im Interview über die Corona-Impfung gesprochen.

Warst du vor der Impfung nervös

Jens Mock: Nervös war ich nicht. Bei der Corona-Impfung bin ich etwas kritischer gewesen als sonst. Ich habe die Meldungen in den Medien und im Internet tagtäglich verfolgt. Mir hat es schon ein wenig Unbehagen bereitet, dass ein Impfstoff so schnell und innerhalb von wenigen Wochen bis wenige Monate „zurechtgeschüttelt“ wurde.

Ich habe mir viele, viele Meinungen von verschiedensten Gegnern und Befürwortern eingeholt beziehungsweise angehört. Auch Erfahrungen von Kolleginnen und Kollegen, welche vor kurzem schon geimpft wurden, habe ich mir angehört. Alles in Allem war ich nicht nervös, da ich schon viele Impfungen mit durchgemacht habe und ich daher einigermaßen wusste, was auf mich zukommt.

Wie ging es dir nach der Impfung und welche Nebenwirkungen hattest du?

Jens Mock: Direkt nach der Impfung ging es mir gut. Bei mir wurde der Impfstoff von Astrazeneca verimpft. An dem Abend bin ich auch gut eingeschlafen. In dieser ersten Nacht bin ich dann aber um 2 Uhr, also gute elf Stunden nach der Impfung, mit Schüttelfrost aufgewacht. Ich hatte 39,8 Grad Fieber.

Das Fieber hat sich dann bis zum Morgen wieder etwas abgesenkt. Jedoch hatte ich dann Kopfschmerzen und mir war schwindelig. Das Fieber hat mich über den ersten Tag nach der Impfung noch ein wenig begleitet. Auch das Schwindelgefühl war mir erhalten geblieben. Am zweiten Tag nach der Impfung hatte ich immer noch Kopfschmerzen, jedoch nicht mehr so schlimm, wie am ersten Tag.

Ohne Fragen geht’s ganz schnell

Wie lief die Impfung ab?

Jens Mock: Da ich Polizeibeamter bin, gehöre ich zu der Zielgruppe Nummer zwei. Ich habe mich zirka drei Wochen vorher bei meinem Arbeitgeber registriert. Es ging plötzlich ganz schnell. Vorige Woche wurden schon einige Kolleginnen und Kollegen geimpft. Danach gab es ja, wie bekannt, einen kurzen Stopp, wegen irgendwelcher Schwierigkeiten bei dem Impfstoff von Astrazeneca. Nachdem der Impfstoff jedoch durch die Impfkommission wieder freigegeben wurde, habe ich vor einigen Tagen dann einen Termin bekommen.

Ich bin zusammen mit einem Kollegen zum Impfzentrum nach Eschborn bei Frankfurt gefahren. Dort angekommen mussten wir unsere zuvor schon ausgefüllten Aufklärungsbögen – hier wird der Impfstoff und die eventuell auftretenden Nebenwirkungen beschrieben – und unsere Anamnese, das ist ein kurzer Check-up über eventuell vorhandene Vorerkrankungen, abgeben. Dies wird auf der Impfstelle eingescannt und archiviert.

Kurz darauf findet ein Arztgespräch statt. Hier fragt ein Arzt ab, ob man noch Fragen zur Impfung hat. Das kann ein Sekundengespräch oder, wenn man viele Fragen hat, auch ein langes Minutengespräch werden. Der Arzt beantwortet all die offenen Fragen.

Bei mir hat es nicht so lange gedauert. Aber auch ich hatte kritische Fragen, die ich gestellt habe, und auf die ich eine Antwort von einem Fachmann, nämlich dem Arzt, bekommen habe. Danach ging es gleich zur Impfung. Das geht ganz schnell. Arm freimachen, desinfizieren und rein damit. Danach sind noch 15 sogenannte Ruheminuten fällig. Das heißt, man setzt sich noch einmal 15 Minuten hin, um abzuwarten, ob irgendwelche „Sofort“-Nebenwirkungen auftreten. Das Ganze tut nicht sonderlich weh und hilft allen. Alles in allem hat es bei der guten Organisation eine gute halbe bis Dreiviertelstunde gedauert.

Nachricht kam zwei Tage vorm Termin

War es schwer, einen Termin zu bekommen?

Jens Mock: Was heißt schwer? Nun ja, ich habe mich gleich am 26. Februar beim Land Hessen registriert. Das war der Zeitpunkt, wo festgelegt wurde, dass die zweite Gruppe, also relevante Menschen, welche häufig auch in Kontakt mit Corona kommen, sich registrieren lassen können. Das habe ich natürlich sofort wahrgenommen.

Parallel dazu hat mein Arbeitgeber zirka eine Woche später auch eine Impfstrategie in das Leben gerufen. Vom Land Hessen habe ich bislang keine weitere Nachricht außer, dass ich registriert bin, bekommen. Da war also mein Arbeitgeber schneller. Ich habe zwei Tage vor dem Termin eine Nachricht vom Kollegen bekommen, dass ich an der Reihe wäre.

Von Leonard Mock, Gesamtschule Niederwalgern, Klasse 8G1