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Coronavirus Kritik an der 14-Jahre-Grenze
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Schueler lesen die OP
Wie sinnvoll ist es, dass jüngere Kinder und Jugendliche sich in größeren Gruppen treffen dürfen, Ab-15-Jährige aber nicht? Darüber hat sich ein Achtklässler Gedanken gemacht.
Wie sinnvoll ist es, dass jüngere Kinder und Jugendliche sich in größeren Gruppen treffen dürfen, Ab-15-Jährige aber nicht? Darüber hat sich ein Achtklässler Gedanken gemacht. Quelle: Arne Dedert/dpa/Themenfoto
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Bei verschiedenen Corona-Verordnungen der letzten Monate wird bei Kontaktbeschränkungen häufig nach Alter unterschieden, Kinder bis 14 Jahre werden von der maximalen Personenanzahl oft ausgenommen. Dazu bezieht unser Schüler-Reporter persönlich Stellung:

14 oder 15, wo ist der Unterschied? Ich finde es lächerlich, dass nur ein paar wenige Tage oder Wochen den Alltag vieler Jugendlicher so unterschiedlich aussehen lassen. Es kann nicht sein, dass man sich (abhängig von der Inzidenz), wenn man 14 oder jünger ist, mit 20 Freunden auf dem Sportplatz treffen kann, aber wenn man gerade 15 geworden ist oder älter als 15 ist, man zu Hause bleiben soll und sich höchstens mit einer Person treffen darf. So wurden die Corona Lockerungen zugelassen am 5. März 2021.

Selbst wenn man 14 ist und somit 2007 oder in manchen Fällen 2006 geboren ist, kann man sich zum Beispiel nicht mit 15-Jährigen zum Fußballspielen auf dem Sportplatz treffen oder etwas anderes gemeinsam machen, da es nicht regelkonform ist. Meiner Meinung nach ist es nicht sehr schlau, alles aufzumachen oder alle Regeln aufzuheben, aber man sollte wenigstens für Gerechtigkeit sorgen. Ist man mit fast 15 weniger von Corona gefährdet, als wenn man 15 geworden ist? Nein, ich denke nicht, dass es so ist.

Ich (14) bin gerne mit Freunden draußen und betreibe auch drei Sportarten. Nicht alle sind unter 15, so kann ich mich nicht mit ihnen treffen oder trainieren.

Andere (unter 14) können sich mit ihren Freunden draußen auf dem Sportplatz treffen, danach geht’s zum Fußballtraining (auch wieder mit anderen Haushalten) und abends kann man dann seine Eltern anstecken, diese stecken andere an und so geht es in den anderen 20 Familien immer so weiter. Ich würde auf jeden Fall die Beschränkungen so anpassen, dass kleine Gruppen aus vielleicht fünf Personen sich bilden und diese sich besuchen dürfen (als Freizeitaktivität). So fände ich es auch gerechter für alle Altersgruppen.

Von Niklas Grün, Gesamtschule Ebsdorfergrund, Klasse 8G1