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Schueler lesen die OP
19:54 18.07.2022
Die Preise für Benzin und Diesel bewegten sich am 7. Juni 2022 an einer Tankstelle in Marburg um die zwei Euro.
Die Preise für Benzin und Diesel bewegten sich am 7. Juni 2022 an einer Tankstelle in Marburg um die zwei Euro. Quelle: Thorsten Richter
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Stadtallendorf

Durch den Krieg zwischen der Ukraine und Russland gibt es Auswirkungen im wirtschaftlichen Bereich. Zum Beispiel sind Produkte wie Mehl und Sonnenblumenöl oft in den Supermärkten ausverkauft. Die Spritpreise sind sehr stark gestiegen. Wegen der hohen Preise verzichten einige bereits auf das Autofahren – zeitweise zumindest.

Auch wenn die Preise für viele Lebensmittel sehr gestiegen sind, hamstern dennoch manche Kunden in den Läden und Märkten. Es gab während der Corona-Zeit eine ähnliche Situation mit dem Hamstern. Die erhöhten Preise hängen unter anderem mit dem Transport und den Sanktionen zusammen.

Wegen der Umwege für Flugzeuge kommen weitere Kosten auf, weshalb das Gelieferte im Preis teurer wird. Es kommen keine Güterzüge mehr durch oder von der Ukraine. Zum Beispiel bei VW standen vorübergehend zwei Werke still, weil aus der Ukraine keine Kabelbäume mehr kamen.

Die Lasten mit Lkw kommen zu lassen, ist keine sehr gute Option. Einige Lkw-Fahrer kommen aus der Ukraine, arbeiten in Polen oder Litauen bei Subunternehmen. Es gibt sogar Auswirkungen in der Türkei, die mit dem Krieg zusammenhängen. Die Meerenge Bosporus wurde für russische Kriegsschiffe gesperrt.

Geschäftsbeziehungen werden zerstört

In Russland selbst gibt es ebenfalls Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg, russische Banken wurden vom internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen, Geschäfte im westlichen Ausland sind kaum möglich.

Geschäftliche Probleme bestehen mehrfach durch den Krieg. Viele westliche Unternehmen haben die Produktion in Russland und die Lieferung nach Russland vorläufig gestoppt. Geschäftsbeziehungen, die jahrzehntelang aufgebaut wurden, werden zerstört.

Viele Länder weltweit bekommen ihren Weizen aus der Ukraine, der Kornkammer Europas. Dieses Jahr ändert sich das Liefervermögen, weil die Felder nicht bestellt werden konnten. Das gilt genauso für Maisvorräte und andere Produkte aus der Ukraine. Auf Produkte, in denen Weizen enthalten ist, wird es dementsprechend eine Preiserhöhung geben. Länder, die bereits Versorgungsprobleme haben, trifft es noch stärker.

Von A. Wozke und E. Kücük, G8a, Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf