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19:42 18.07.2022
Geflüchtete warten an der ukrainisch-polnischen Grenze in Medyka auf den Bus für den Weitertransport.
Geflüchtete warten an der ukrainisch-polnischen Grenze in Medyka auf den Bus für den Weitertransport. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
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Stadtallendorf

Die ersten ukrainischen Flüchtlinge sind Mitte März in Marburg-Biedenkopf angekommen. Viele wurden auch von der ukrainischen Grenze abgeholt. Gleich zu Beginn des Krieges fuhr eine kleine Gruppe von Privatleuten an die ukrainische Grenze mit Hilfsgütern und einem Ziel: zu helfen.

Einer der freiwilligen Helfer äußerte sich und sagte, dass er es grausam fand und nicht tatenlos zusehen konnte, wie Ukrainer sterben und wie viele noch sterben werden. Mit 13 Autos und Hilfsgütern im Wert eines fünfstelligen Betrages fuhren er und seine Mitstreiter an die ukrainische Grenze in Polen. Dort angekommen wurden die Hilfsgüter vor Ort abgeladen. Wo auf dem Hinweg Güter waren, sind auf dem Heimweg 53 Frauen und Kinder.

Die freiwilligen Helfer brachten die Flüchtlinge nach Deutschland, zu ihren Familien oder zu Gastfamilien, von denen im Landkreis eine beachtliche Anzahl gefunden werden konnte.

Der freiwillige Helfer meinte noch: „Es hilft nichts, wenn sie isoliert und allein gelassen werden. Zu schwer ist das Leid und die Angst. Viele machen sich auch Sorgen über ihre Zukunft oder quälen sich mit schrecklichen Erinnerungen an Tod und Zerstörung.“

Er und viele andere hoffen, dass der Krieg bald ein Ende findet.

Von T. Hoos und L. Schiedeck, G8a, Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf