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Netzwelt Net-Piloten erklären Gefahren im Internet
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Schueler lesen die OP
19:48 18.07.2022
Im weltweiten Datennetz lauern allerlei Gefahren.
Im weltweiten Datennetz lauern allerlei Gefahren. Quelle: Armin Weigel/dpa
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Stadtallendorf

Die Net-Piloten sind dafür da, dass sie Jüngere auf die Gefahren im Internet aufmerksam machen und ihnen Wissen vermitteln, damit sie sich besser schützen können. Mia Müller und Francesca Mureddu der Klasse 8 der GBS führen miteinander ein Interview über die Net-Piloten:

Francesca: Könntest du kurz erklären, was man sich unter „Net-Piloten“ vorstellen muss?

Mia: Net-Piloten ist ein Schulprojekt, an dem Acht- und Neuntklässler teilnehmen. In diesem Projekt lernen die Schüler und Schülerinnen die Gefahren aus dem Internet besser kennen und wie man sich schützt. Dieses Wissen geben wir weiter an die Jüngeren in den 5. und 6. Klassen. Oft sind Viren und Schadsoftware eine Gefahr für viele Nutzer. Viele sind oft besonders ungeschützt im Netz unterwegs.

Francesca: Warum übernehmen nicht Lehrer die Aufklärung der Jüngeren?

Mia: Die Schüler und Schülerinnen in den 8. und 9. Klassen wissen schon viel mehr aus eigener Erfahrung zu diesem Thema als die Lehrer. Net-Piloten bekommen vielleicht mehr Aufmerksamkeit und die Fünft- und Sechstklässler werden sie besser verstehen und ihnen auch eher glauben.

Lieber mal mit jemandem reden

Francesca: Könntest du die häufigsten Gefahren, die das Internet für Jugendliche im Alter zwischen 10 bis 16 Jahren mit sich bringt, nennen?

Mia: Ein großes Thema ist Cybermobbing. Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland werden im Internet gemobbt, beleidigt und runtergemacht. Pornografie gibt es in unvorstellbarer Fülle, besonders häufig Kinderpornografie. Viele Menschen, besonderes Männer, ändern ihre Identität im Internet, um schlimme Dinge unerkannt mit kriminellem Charakter zu vollführen. Es gibt zu viele gefährliche Seiten im Internet, die Dinge verbreiten, die für Jugendliche völlig tabu sein sollten und zum Teil psychische Schäden auslösen, die nur schwer wieder aufgearbeitet werden können. Leider ist das so! Für die Polizei sind solche Straftaten immer noch schwer aufzudecken.

Francesca: Könntest du erläutern, was Schüler oder Eltern tun können, wenn es Probleme gibt, oder wie erreicht man euch?

Mia: Um Schlimmes zu verhindern, sollte man auf jeden Fall mit einem Erwachsenen, mit Eltern oder Lehrern reden. Man sollte aufpassen, auf welche Seite man geht, und genau überlegen, was man im Internet macht. Bei uns an der GBS kann man sich an Herrn Homberger, den Schulsozialarbeiter, wenden. Er behandelt die Sache vertraulich und stellt den Kontakt zu uns Net-Piloten her.

Von Mia Müller und Francesca Mureddu, G8a, Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf