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Sport Zwischen Spiel, Sucht und Träumen
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17:47 06.05.2020
„Nyrhox“ (links) aus Norwegen und „Aqua“ aus Österreich gewannen im Juli 2019 in New York den Duo-Wettkampf des Fortnite World Cups. Quelle: Benedikt Wenck/dpa/Archiv
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Marburg

In den letzten Jahren stellen sich sowohl E-Sport-Profis als auch -Amateure die Frage, ob E-Sport auch als Sport anzuerkennen ist. Noch nie war der Sportbegriff so divers und offen, wie er sich heute in der deutschen und globalen Gesellschaft präsentiert.

In Deutschland gibt es rund drei Millionen E-Sportler. Unter E-Sport versteht man das sportwettkampfmäßige Spielen von Video- beziehungsweise Computerspielen, insbesondere auf Computern und Konsolen, nach festgelegten Regeln.

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Der Wettkampf findet gegen menschliche Gegenspieler statt und er kann als Onlinewettkampf oder als Präsenzwettkampf gestaltet sein. Zu den meist begehrtesten Spielen gehören „League of Legends“, „Counter Strike“, „Fortnite“ und „Fifa“.

Dauer-Spielen kann die Gesundheit gefährden

Obwohl E-Sport offiziell nicht als Sport anerkannt ist, mischen immer mehr traditionelle Sportvereine digital mit und gründen zusätzlich zu ihren klassischen Mannschaften E-Sport-Teams. Insbesondere die großen Bundesliga-Fußballvereine verpflichten gute E-Sportler, um in virtuellen Ligen und Meisterschaften um Titel zu kämpfen.

Im E-Sport werden Millionen US-Dollar an Preisgeldern ausgezahlt, E-Sportler leben für ihren Beruf und sind bereit, ihre Freizeit dafür zu opfern. Einige verbringen bis zu zehn Stunden täglich am Computer oder an der Konsole, mit dem Ziel, Preisgeld zu gewinnen. Es gibt Berichte, wonach Gamer das Dauer-Spiel auch mit ihrem Leben bezahlt haben, weil sie nicht in der Lage waren, eine Pause zu machen und vor dem Computer verstarben.

Manche vernachlässigen die Schule

Auch bei vielen Jugendlichen, die bereits süchtig nach Spielen sind und an nichts anderes denken können, verläuft das Leben nicht so, wie sie und ihre Eltern sich das vorgestellt haben. Viele haben Konzentrationsprobleme, die dazu führen, dass die schulischen Leistungen nachlassen, bis sie irgendwann die Schule ohne Schulabschluss verlassen müssen.

Denn ihre ganze Energie, Kraft und Zeit haben sie ins Spielen investiert, ohne dabei realistische Chance zu haben, dabei als Gewinner hervorzugehen. Denn sie haben in dieser Zeit nur eins im Kopf: ein E-Sportler zu werden. Das bedeutet, der Beste zu werden, um den Hauptpreis zu gewinnen und eventuell die Möglichkeit zu bekommen, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Im Falle eines Sieges kann man sogar ein Millionär werden. Davon träumen viele Jugendliche.

Manche brauchen das für ihr Ego

Hinzu kommt, dass man im Mittelpunkt steht und die ganze Aufmerksamkeit nur dem Gewinner gewidmet ist. Es gibt einige Menschen, die genau dies für ihr Ego benötigen. Ein gutes Beispiel dazu ist der E-Sportler „Bugha“, der die Weltmeisterschaft in dem Videospiel „Fortnite“ gewonnen hat. Zu den drei Millionen US-Dollar die er gewann, bekam er in den sozialen Medien viel Aufmerksamkeit.

Von Danny Heberling, 8b, Elisabethschule

06.05.2020
05.05.2020
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