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Sport Der Weg zur anerkannten Sportart
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17:18 05.05.2020
Ob E-Sportler „richtige“ Sportler sind, ist umstritten. Quelle: Axel Heimken/dpa/Archiv
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Marburg

Ist E-Sport ein richtiger Sport? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Auch ich habe ein paar Mal mit meinen Freunden über das Thema gesprochen.

Die Meinungen sind unterschiedlich. Unter Sport versteht man eigentlich, sich körperlich zu bewegen, in Spielen oder Wettkämpfen. Eines von den Zielen dabei ist, die eigene Gesundheit zu stärken oder zu verbessern.

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Beim E-Sport geht es darum, sich in Spielen und Wettkämpfen in einer virtuellen Welt zu bewegen, und dabei bewegt sich ein virtuelles Wesen.

Hier gibt es festgelegte Spielregeln, die alle Beteiligten einhalten müssen. Auch die Anzahl der Personen, die bei einem Spiel mitmachen können, wird von Spiel zu Spiel unterschiedlich festgelegt.

Organisation ähnlich wie im „normalen“ Sport

Beim Basketball benötigt man für die Spiele einen Ball als Sportmittel, so braucht man bei E-Sport eine entsprechende Hardware und Software. Die Wettkämpfe werden meistens nach dem gleichem Prinzip durchgeführt, wie auch im „normalen“ Sport. Aus vielen Teilnehmer-Teams, die untereinander spielen sollen und dabei Punkte sammeln, wird am Ende ein Team mit den meisten Punkten ermittelt.

Die Teams, die gewinnen, werden mit Preisgeldern oder Medaillen ausgezeichnet. Unfaires Verhalten den Mitspielern gegenüber wird bestraft, zum Beispiel mit einer Sperre für den Spieler, die unterschiedlich lang sein kann. Die äußere Organisation von E-Sport sieht der Organisation vom „normalen“ Sport sehr ähnlich.

Ein bisschen wie Schach, und nicht wie Poker

Als eine anerkannte Sportart, die nicht mit körperlichen Betätigungen verbunden ist, gilt Schach. Beim Schachspielen gibt es auch klare Regeln. Diese Regeln werden weltweit eingehalten. Es gibt beim Schach auch Turniere, wo man eins gegen eins oder auch als Team, teilnehmen kann.

Beim Schach lernt man, wie bei jeder anderen Sportart, zu verlieren. Natürlich bewegt man sich beim Schachspielen nicht körperlich aktiv. Aber es gibt auch andere Sportarten, wo man sich auch nicht körperlich betätigt, wie zum Beispiel Motorsport. Man kann sagen, dass Schach ein Denksport ist. Der Sieg hängt vom Können ab und nicht vom Glück wie etwa beim Poker.

Die Meinung wird sich ändern

Betrachtet man diese Kriterien, die eine Sportart beschreiben, wie zum Beispiel die festgelegten Regeln und Anzahl der Mitspielern, dass das Können und nicht das Glück im Vordergrund steht, sowie das Verlieren lernen, kann man sagen, dass Computerspiele eine Art von Strategie- und Denksport sind. Somit kann man E-Sport als eine Sportart betrachten.

Für mich ist E-Sport eine richtige Sportart. Es gibt aber immer noch viele Menschen, die meine Meinung nicht teilen würden. Das liegt vielleicht daran, dass E-Sport eine neue und junge Sportart ist, die erstmal anerkannt werden muss. Aber ich glaube, mit der Zeit werden die Menschen E-Sport als eine anerkannte Sportart akzeptieren.

Von Philipp Rode, 8b, Elisabethschule

05.05.2020
16.04.2020
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