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Sport Der Weg zum Profi
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19:33 16.04.2020
Große E-Sport-Wettbewerbe finden in Sportarenen statt, wie der Fortnite-World-Cup 2019 im Arthur-Ashe-Tennisstadion in New York. Quelle: Benedikt Wenck/dpa
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Marburg

Computerspiele sind ein Teil unserer Gesellschaft und der Lebenswelt sehr vieler Kinder und Jugendlicher.

Das Spielen von Computerspielen schult Koordination, strategische Fähigkeiten und das Denken im Team. Man muss Ego-Shooter (sogenannte „Ballerspiele“) nicht mögen, aber sich mit den Inhalten auseinandersetzen und wissen, was das ist.

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Unter E-Sport versteht man den mit Computerspielen ausgetragen sportlichen Wettbewerb. Meist wird der im Mehrspielermodus des Computerspiels ausgetragenen. Es kann auf PC und auf Spielekonsolen gespielt werden. Die Regeln werden durch die verschiedenen Spiele (Software) bestimmt.

E-Sportler sind viel in Sozialen Medien aktiv

E-Sport-Organisationen suchen und finden gute Spieler und stellen sie unter Vertrag. Für das Spielen werden diese dann monatlich bezahlt, aber wenn sie in einem Wettbewerb Preisgeld bekommen müssen sie dafür einen Teil des gewonnenen Geldes an die Organisation abgeben. Die Spieler werden zum Teil zusätzlich von großen Firmen gesponsert. Dadurch erhalten sie auch noch Einkünfte.

E-Sportler sind häufig in sozialen Netzwerken aktiv, was auch notwendig ist, denn dadurch bekommen sie mehr Aufmerksamkeit und werden bekannter, um noch mehr Reichweite zu bekommen. Außerdem streamen sie auch live, um eine engere Verbindung zu ihren Fans aufzubauen und noch populärer und beliebter zu werden.

Gefahr des Absturzes bei schlechten Ergebnissen

E-Sportler zu sein hat auch Nachteile: Beispielsweise wenn die Spieler ihre Leistung nicht mehr halten können, schauen viele nicht mehr zu und sie verlieren an Aufmerksamkeit. Aber auch die E-Sport-Organisation bezahlt weniger Geld, und die Werbepartner wenden sich ab.

E-Sport wird immer bekannter und beliebter, gerade jüngere Menschen wollen E-Sportler werden. Firmen planen noch größere Veranstaltungen, mit höheren Preisgeldern.

Konzentration und Geschick gefordert

Viele Menschen fragen sich, ob E-Sportler (die Wettkampfteilnehmer) richtige Sportler sind und etwa mit Fußballern gleichgesetzt werden können. Wer an einem Wettbewerb teilnimmt, muss sich konzentrieren, strategisch denken, schnell eine Tastatur oder einen Controller bedienen können.

Das fordert den Geist, steigert die Herzfrequenz und schüttet gewisse Hormone (Adrenalin) aus, die auch bei gewöhnlicheren Sportarten ausgeschüttet werden. Das spricht für eine Vergleichbarkeit.

E-Sport nicht allseits anerkannt

Auch immer mehr Fußballclubs steigen in E-Sports ein und stellen Teams von guten Spielern zusammen. E-Sport ist allerdings noch nicht vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Sport anerkannt. Vieles hat der E-Sport mit anderen anerkannten Sportarten gemeinsam: Es gibt verschiedene Disziplinen und Schwierigkeitsgrade, man tritt im Team oder auch alleine gegeneinander an, muss spezielle Fähigkeiten, körperlicher sowie geistiger Art, erwerben und es gibt verschiedene Wettbewerbe, so dass man sich mit anderen messen kann.

 Ein wesentlicher Unterschied ist sicherlich die körperliche Fitness. Das Trainieren bestimmter Körperregionen wie den Muskeln oder ähnliches ist für E-Sport nicht so ausschlaggebend wie in den meisten anderen Sportarten wie Fußball oder Tischtennis.

Körperliche Bewegung kommt zu kurz

Doch auch der E-Sportler muss eine gewisse körperliche Fitness erwerben. Es handelt sich hier eben eher um die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit oder die sogenannte „Auge-Hand-Koordination“.

Eine gewisse Beweglichkeit und Geschicklichkeit der Hände (Finger), Arme (Gelenke), sowie des gesamten Oberkörpers sind bestimmt von großem Vorteil. Die E-Sportler brauchen zum Ausgleich körperliche Bewegung, da das beim Computerspielen zu kurz kommt.

Von Emil Seibel, Elisabethschule, 8b

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