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Gesellschaft Online-Markt boomt
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16:05 08.09.2020
Pakete liegen in einem Paketzentrum von Deutsche Post und DHL. Für die Paketbranche ist der boomende Online-Handel ein dankbarer Trend, der die Umsätze weiter wachsen lässt. Quelle: Tom Weller/dpa/Archiv
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Marburg

Laut einer Marktforschungsanalyse bestellen 92 Prozent der Deutschen über Online-Shopping-Plattformen wie Amazon und Ebay. Das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom sagt, dass jede achte Online-Bestellung in Deutschland zurückgeschickt wird. Dies wirkt sich negativ auf die Umwelt aus.

Die zurückgeschickten Waren werden oft einfach vernichtet, falls dies günstiger für den jeweiligen Anbieter ist. Besonders während der Corona-Pandemie bestellen viele Deutsche mehr online, da sie so das Haus nicht verlassen müssen und die Gefahr, dass die sich infizieren dadurch verringert wird. Außerdem hatten viele Läden während des Lockdowns geschlossen.

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Einige Läden hatten sich schon vor der Pandemie Online-Shops erstellen lassen, andere, die zuvor dagegen waren, haben sich aufgrund der Schließung ihrer Läden Online-Shops erstellen lassen, damit sie noch etwas verdienen können.

Gründe dafür, dass die Deutschen so viel online bestellen, seien zum Beispiel, dass es schnell und bequem sei, dass es online fast alles gäbe, dass man die Preise leichter vergleichen könne, dass der Umtausch unkomplizierter sei, dass man das Haus nicht verlassen müsse, dass man rund um die Uhr bestellen könne und, dass Sachen online oft billiger seien.

Vernichten oft billiger als Lagern

Die beliebteste Online-Shopping-Plattform soll laut einer Studie Amazon sein. Danach folge Ebay als zweitbeliebteste Online-Shopping-Plattform. Plattformen wie ASOS, H&M, Zalando und Zara werden auch viel genutzt. Am meisten wird Kleidung bestellt, selten Lebensmittel. Der Rückversand wird laut einer Studie besonders oft von jüngeren Online-Käufern – zwischen 14 und 29 Jahren – genutzt.

Amazon bietet Dritthändlern zur Vernichtung nach dem Rückversand ein Komplettpaket zur Abwicklung unter dem Namen „Destroy“ an. Die Umwelt wird dadurch enorm belastet, da die meisten Waren aus anderen Ländern eingeflogen werden und mit dem Rückversand ebenfalls dorthin zurückbefördert werden müssen. Außerdem steigt der Stromverbrauch, wenn viele Menschen lange online shoppen.

Läden, welche keinen Online-Shop besitzen, fehlen vor allem während der Pandemie Einnahmen. In Marburg kann man auch bei Rewe, Edeka, Bofrost, Amazon und Lieferando bestellen. Läden wie C&A können in ihren Online-Shops auch auf Versandkosten verzichten und die Rückgabefrist verlängern.

Doch das Online-Shopping hat auch einige Nachteile gegenüber dem Einkaufen vor Ort. Unter anderem kann man Kleidung nur vor Ort anprobieren, man kann sich online nicht beraten lassen und viele Kunden finden es sicherer, vor Ort einzukaufen als zu bestellen, denn bei Online-Shopping-Plattformen muss man einige persönliche Daten angeben wie eine E-Mail-Adresse, eine Kontonummer oder eine Handy-/Telefonnummer.

Von Alena Malik, Elisabethschule, Klasse 8e