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Gesellschaft Gemobbt – und keiner hilft
Mehr OP extra Schueler lesen die OP 2020 Gesellschaft Gemobbt – und keiner hilft
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13:21 20.05.2020
Ein Kind hält ein Plakat mit der Aufschrift „Kleine Kinder, Kleine Rechte?“ bei einem Protest auf dem Römerberg in Frankfurt für die Beachtung der Kinderrechte während der Corona-Pandemie. Quelle: Boris Roessler/dpa
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Marburg

Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1989 von der UN-Generalversammlung angenommen und mittlerweile von 196 Staaten ratifiziert.

Trotzdem werden meiner Meinung nach die Rechte der Kinder in vielen Ländern nicht berücksichtigt. Auch in Deutschland werden Kinder nicht so behandelt wie sie behandelt werden sollten.

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Ich selbst bin Patient in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie und kenne jetzt auch ein paar Kinder mit verschiedenen Problemen. Ich habe sie gefragt, welche Erfahrungen sie gemacht haben und wie sie sich eine schöne Kindheit vorstellen und welche Rechte sie wichtig finden.

Ich wurde während meiner Schulzeit über sechs Jahre hinweg gemobbt, weil ich ADHS habe und auffällig war. Ich wurde geschlagen, beleidigt und ausgeschlossen und bin deshalb immer von der Schule abgehauen und habe geweint. Meine Lehrer haben mir nie geholfen, das hat es auch schwer gemacht.

Elterliche Fürsorge ist ein Grundrecht

Als sich meine Eltern getrennt haben, bin ich in eine Wohngemeinschaft gekommen und war dort drei Jahre. Als ich nach Hause kam war ich nur am Handy, an der Playstation und wurde süchtig. Also musste ich in eine Psychiatrie.

Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich mich mit dem Thema Kinderrechte auseinandergesetzt. Dazu interviewte ich zwei andere Kinder darüber, was sie für Erfahrungen mit Kinderrechten gemacht haben: Einem Mädchen, mit dem ich mich unterhielt, ist besonders wichtig, dass jüngere Kinder nicht benachteiligt werden sollen. Hinzu kommt, dass sie ebenfalls eine gewaltfreie Erziehung ermöglicht bekommen und selbstständig bestimmen können, ohne Einfluss der Eltern.

Kinder sollten Freude am Leben haben

Das Mädchen sieht die Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention als selbstverständlich an. Unter anderem das Recht auf Gesundheit, gewaltfreie Erziehung, Spaß und Freizeit. Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, dies erfüllt zu kriegen.

Der Junge, den ich ebenfalls befragte, sagte, dass jedes Kind ein Recht auf Freiheit und Privatsphäre bekommen soll. Daher sollte ein Kind, egal in welchem Land, nicht gezwungen werden, in den Krieg zu gehen. Seine letzte prägende Aussage ist, dass jedes Kind das Recht hat, Eltern zu haben.

Ich persönlich finde, dass Kinder grundsätzlich eine gute Erziehung brauchen, damit sie andere nicht ärgern und ihren Traum verfolgen können. Kinder sollten Spaß haben, damit sie glücklich sind und Freude am Leben haben.

Von einem Schüler der Mittelstufe der Schule am Ortenberg

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