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Gesellschaft Die Welt hat Fieber – aber nicht wegen Corona
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13:29 08.09.2020
Ein Eisbär steht im Nordpolarmeer auf eine Eisscholle. Die von Meereis bedeckte Fläche in der Arktis ist so klein wie seit sieben Jahren nicht mehr.
Ein Eisbär steht im Nordpolarmeer auf eine Eisscholle. Die von Meereis bedeckte Fläche in der Arktis ist so klein wie seit sieben Jahren nicht mehr. Quelle: Ulf Mauder/dpa/Archiv
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Marburg

Gletscher schmelzen, es gibt Überschwemmungen, Dürren und der Meeresspiegel steigt. All das sind Folgen des Klimawandels. Schon jetzt gibt es Klimaflüchtlinge und es werden immer mehr. Küstenstädte werden überflutet und viele Tier- und Pflanzenarten werden aussterben.

Es muss jetzt etwas getan werden, damit die Erde nicht ganz zerstört wird. Die internationale Bewegung „Fridays for Future“ will erreichen, dass das Pariser Klimaabkommen eingehalten wird. Durch ihr Vorbild Greta Thunberg inspiriert, gehen seit etwa 1,5 Jahren Schüler, aber auch Erwachsene freitags während der Schulzeiten auf die Straße, um für mehr Klimagerechtigkeit zu demonstrieren.

Die Demonstranten fordern, dass die Politiker etwas gegen den Klimawandel tun. Am 20. September 2019 nahmen mehr als eine Million Menschen an den Demonstrationen teil. Durch die Corona-Pandemie sind keine „Fridays for Future“-Demos auf der Straße mehr möglich. Da die Schule bis vor den Sommerferien lange ausgefallen ist, machte der Schulstreik keinen Sinn.

„Entschlossen handeln, bevor es zu spät ist“

Es besteht nun aber die Gefahr, dass durch das Corona-Virus und die damit einhergehenden Einschränkungen das Interesse an „Fridays for Future“ in der Bevölkerung abnimmt. Die Aktivisten von „Fridays for Future“ planen daher, die Protestbewegung vorübergehend ins Netz zu verlegen. Durch kreative Bilderaktionen will die Bewegung weiterhin auf sich und den Klimawandel aufmerksam machen.

Die Corona-Krise hat das gesellschaftliche Leben in den vergangenen Wochen drastisch verändert. In den vergangenen Monaten wurde hier auf die Empfehlungen der Wissenschaftler gehört. Die Veränderungen, die wegen des Klimawandels drohen, sind allerdings für den Planeten auf lange Sicht wesentlich schlimmer.

Wäre es nicht notwendig, dass die Politik und die Bevölkerung ebenso entschlossen auf den Klimawandel reagiert, auch wenn dies möglicherweise drastische Konsequenzen für das eigene Leben hat? Damit sich das Corona-Virus nicht so dramatisch auswirkt, lautete die Parole der Wissenschaft und der Politik: „Entschlossen handeln, bevor es zu spät ist.“ Die Wissenschaft hat schon lange versucht, klar zu machen, dass dieser Satz ebenfalls für das Klima gilt.

Von Lilith Pfeiffer, Elisabethschule, Klasse 8d