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Schüler lesen die OP 2019 Straßenumfrage: Viele sind offen gegenüber Homosexualität
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2019 Straßenumfrage: Viele sind offen gegenüber Homosexualität
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19:28 08.04.2019
Bei einer Straßenumfrage zu Homosexualität trafen die Schüler-Reporter auf eine Frau, die aus eigener Erfahrung etwas zu dem Thema zu sagen hatte. Quelle: Michael Reichel/dpa
Gießen

Die meisten Passanten sind offen, jedoch zögern einige bei unserer zweiten Frage: Finden Sie es unangenehm, wenn Homosexuelle in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten austauschen? Die meisten betonen, sie fänden es bei Homo- als auch Heterosexuellen unangenehm, wenn diese sich in der Öffentlichkeit übertrieben "produzieren" würden.

Von 22 Befragten finden allerdings alle, dass jedem selbst überlassen sei, was er fühle und was für eine Sexualität er auslebe. Gegen die Ehe zwischen Homosexuellen sind 3 von 22 Befragten. Zwei der Befragten finden, dass sie es aus steuerlichen Gründen fair finden, jedoch aus religiöser Sicht der Meinung sind, die Ehe solle Mann und Frau vorbehalten sein.

Acht von zehn Befragten kennen Homosexuelle

Als wir eine junge Frau ansprechen und das Interview beginnen, erzählt sie uns, dass sie selbst homosexuell sei und ganz offen damit umgehe. Sie erzählt uns, dass sind Glück gehabt habe und ihr Umfeld dem Thema gegenüber sehr offen sei und somit auch offen reagiert habe, als sie sich geoutet hat. Von 22 Befragten haben 18 in ihrem Bekanntenkreis Homosexuelle.

Unser Fazit ist, dass die meisten Passanten sehr offen gegenüber Homosexualität sind, doch das ist nicht überall so. In einigen Ländern ist Homosexualität strafbar, so auch in dem Kleinstaat Brunei, welcher an Malaysia grenzt. Dort droht Homosexuellen seit dem 3. April die Todesstrafe.

Aber auch im Iran, in Saudi-Arabien, bestimmten Regionen von Somalia, Nigeria und in einigen vom sogenannten Islamischen Staat besetzten Gebieten in Syrien und im Irak wird Homosexualität noch mit der Todesstrafe geahndet. In 14 weiteren Staaten werden homosexuelle Handlungen mit 14 Jahren Haft bis zu lebenslänglicher Haft bestraft.

von Asmaa Bouali und Pia Pohlmann, Klasse 8G1, Gesamtschule Ebsdorfergrund