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Schüler lesen die OP 2019 Leiden andere für unseren Luxus?
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19:10 30.04.2019
Passanten tragen Einkäufe in Taschen durch eine Fußgängerzone. Die Konsumfreude in reichen Staaten der Welt soll häufig zulasten der armen Länder gehen. Quelle: Henning Kaiser/dpa
Marburg

Deutschland zählt zu den reichen Ländern der Welt, mit Menschen, die im Vergleich zu anderen im Überfluss leben. Doch das ist nicht selbstverständlich.Damit das funktioniert, beuten reiche Länder die ärmeren aus. Diesen Vorwurf hört man etwa von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen.Beispiel Handy: Unser Ziel ist es, die benötigten Edelmetalle für die Herstellung unserer Handys, die ausgerechnet in den armen Regionen der Welt vorkommen, so billig wie möglich zu nutzen. In diesen Regionen gibt es Kinderarbeit, Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen. Das wissen viele zwar, ignorieren es aber. So der Vorwurf.

Viele Befragte wissen um die Problematik

Wir wollen immer das neueste Handy, oder wir entsorgen unseren Müll gerne weit weg in armen Ländern – auf Kosten der Menschen, die dort wohnen. Viele wissen das alles, ist ihnen aber egal, da man ja auf nichts verzichten will.Wie die Menschen in unserer Gesellschaft zu diesem Thema stehen, wollten wir im Marburger Kreis ermitteln. Dafür befragten wir Passanten in der Innenstadt. Die Meinung zu diesem schon oft durch die Medien verbreiteten Thema ist überwiegend gleich ausgefallen: Die meisten Menschen sind sich über die Problematik bewusst, doch einige sehen es nicht als Problem an, da sie nicht unter den Verhältnissen leiden müssen.Unser Konsum beschränkt Menschen in ärmeren Ländern, auch bezüglich unserer Nahrung. Über das Essen, welches wir oftmals täglich wegschmeißen, auch wenn nur einen Tag das Haltbarkeitsdatum überschritten ist, würden sich Menschen in ärmeren Verhältnissen glücklich schätzen.

Pausenbrot im Müll, der Burger im Magen

Während unserer Umfrage konnten wir einen kleinen Jungen beobachten, wie er sein Pausenbrot in einen öffentlichen Mülleimer warf. Danach sahen wir ihn an einem Fastfood-Stand, an dem er sich einen Snack kaufte. Wir fragten ihn nach den Hintergründen seines Verhaltens und bekamen gesagt, dass das Essen dort viel besser schmecken würde und es niemanden interessieren brauche, ob das Essen im Mülleimer lande, man könne sich ja überall etwas Neues kaufen.Wir klärten ihn über die Essensverhältnisse in anderen Ländern auf, doch er zeigte kein Interesse. Wir finden es wichtig, dass die Aufklärung über unsere Lebensverhältnisse weiterverbreitet wird und sich mehr Menschen darüber bewusst werden.

von Maya Schleger und Lara Max, Klasse 8, Elisabethschule