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Schüler lesen die OP 2019 Kämpferin für schärferes Waffengesetz
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2019 Kämpferin für schärferes Waffengesetz
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18:58 12.04.2019
Emma Gonzalez ist eine der Überlebenden des Amoklaufs von Parkland im Februar 2018. Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa
Parkland

Die 19-jährige Emma Gonzalez wurde am 14. Februar 2018 Zeugin eines Amoklaufes an ihrer Schule in Parkland im US-Bundesstaat Florida.

Sie setzt sich seitdem für ein neues Waffengesetz ein und unterstützt andere Demonstranten bei Protesten gegen die National Rifle Association of America (NRA), die gegen die Beschränkung von Waffenbesitz kämpft.

Nikolas Cruz, ehemaliger Schüler der Marjory Stoneman Douglas Highschool, hatte mit einem Sturmgewehr der Sorte AR-15, 14 Schüler und 3 Lehrer erschossen, weitere 15 Schüler kamen ins Krankenhaus.

Der Täter wurde einen Tag später festgenommen und gestand daraufhin, die 17 Menschen umgebracht zu haben.

Der Amoklauf veranlasste viele Menschen in den USA gegen das Waffengesetz zu protestieren. Emma Gonzalez war eine der herausstechenden Aktivisten, da sie sich stark gegen das Waffengesetz und sogar indirekt gegen US-Präsident Donald Trump auflehnte. Gonzalez hielt viele emotionale Reden. Auch in Washington.

6 Minuten und 20 Sekunden Schweigen

Dort hielt Gonzalez eine Rede beim „March for our lives “ (Marsch für unsere Leben). Sie schwieg für 6 Minuten und 20 Sekunden, das war die Zeit, während der die 17 Menschen erschossen wurden. Damit wollte die Aktivistin sich von den Verstorbenen verabschieden und um sie trauern.

Heute noch hält Gonzalez Reden in den USA und versucht, die Menschen und besonders die Regierung von einem neuen und sicheren Waffengesetz zu überzeugen.

Ihre Wutreden erfuhren weltweit Beachtung und sogar US-Präsident Donald Trump reagierte auf Twitter: „Kein Kind, Lehrer oder sonst jemand sollte sich jemals unsicher in unseren US Schulen fühlen.“ Außerdem behauptete er, der Täter sei „mental gestört“, und solche Verhaltensauffälligkeiten sollten den Behörden gemeldet werden.

von Lotta Sokoll und Emma Wiesemann, Klasse 8, Elisabethschule