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Schüler lesen die OP 2019 Jugend vertritt ihre Meinung
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17:55 20.06.2019
Mit der konstituierenden Sitzung hat das neu gewählte Kreisjugendparlament (KJP) seine Arbeit aufgenommen. Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf
Kirchhain

Das Kreisjugendparlament (KJP) ist eine Interessenvertretung der Jugendlichen des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Es besteht aus 42 gewählten Abgeordneten, die zwischen 12 und 18 Jahre alt sind und aus den 21 Gemeinden des Landkreises stammen.

Das KJP wurde im Oktober 1996 als Kind des Kreistages geboren, um Jugendliche in die Politik des Landkreises einzubinden und um sicherzustellen, dass der Landkreis die Interessen und Wünsche der jungen Menschen umsetzen kann.

Von Konzerten bis zur Clever-Card

Im Dezember 1996 wurden die ersten Wahlen durchgeführt, und im Januar 1997 begann das erste KJP mit seiner Arbeit. Mittlerweile waren mehr als 300 Jugendliche Abgeordnete im KJP, manche für zwei, vier oder sogar sechs Jahre am Stück und vor kurzem wurde das 12. KJP gewählt.

In seiner Geschichte hat das KJP Rocknächte mit Jugendbands aus dem Landkreis veranstaltet, kommunale Einrichtungen für Jugendliche auf Barrierefreiheit untersucht, verschiedene Jugendevents unterstützt, sich für bessere und günstigere Busverbindungen stark gemacht, die
Einführung der Clever-Card kreisweit gefordert und erfolgreich einen Antrag an den Kreistag gestellt, dass er sich für die Erhöhung der Altersgrenze (von 14 auf 18) im ÖPNV einsetzt.

Eine Stimme im Fachausschuss

Außerdem arbeitet das KJP in den Gremien des Landkreises mit und bringt dort seine Meinung ein. Es berichtet einmal im Jahr im Kreistag über seine Arbeit und ist regelmäßig im Jugendhilfeausschuss mit einem Tagesordnungspunkt vertreten. Im Fachausschuss Jugendförderung stellt es ein stimmberechtigtes Mitglied.

Es kann Anträge an den Kreistag stellen und bringt seine Meinungen und Ansichten in verschiedenen Beiräten ein, zum Beispiel im Projekt „Misch Mit!“ oder im Beirat von „Inklusion bewegt“.

Das KJP ist nicht nur Arbeit, sondern auch eine Möglichkeit, neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. So lässt Leon Löffler verlauten, dass er sehr schnell Freunde gefunden und die Zusammenarbeit viel Spaß gemacht habe. KJP sei nicht langweilig und nicht nur Arbeit. KJP heiße für ihn Spaß mit unterschiedlichen und tollen Leuten. Es sei Arbeit, welche man für die Gemeinschaft verrichte. Dafür erhielte man Respekt und Lob.

KJP als Sprungbrett

Maja Studer berichtet, dass es „einfach toll“ sei, mit sympathischen Menschen seine Zeit zu verbringen und dann noch etwas für Jugendliche erreichen zu können. Das KJP habe sie sehr geprägt, und sie habe viele Freundschaften geschlossen. Deswegen habe sie sich für die kommende Wahl wieder aufstellen lassen, berichtet sie.

Das Kreisjugendparlament bereitet seine Mitglieder auf den politischen Alltag vor. Einige ehemalige Mitglieder findet man heute in gewichtigen Parlamenten wieder. Die Stimme der Jugendlichen wird gehört, und keiner kann mehr behaupten, junge Menschen seien politisch nicht interessiert.

von Clara Mayer, Klasse G9b, Alfred-Wegener-Schule, Kirchhain