Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Schüler lesen die OP 2019 Tabellenführer zu stark für VfB Marburg
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2019 Tabellenführer zu stark für VfB Marburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:07 11.04.2019
Die U15 des VfB Marburg hatte in Fulda das Nachsehen. Quelle: Michael Hoffsteter/Archiv
Fulda

„Ja, natürlich, wollten wir den Tabellenführer hier auf ihrem Rasen ärgern“, sagte VfB-Rechtsverteidiger Johannes Schuhr. „Es ist sehr ärgerlich, dass wir nicht unser Spiel aufziehen konnten.“

Bei knapp 18 Grad Außentemperatur zeigten die „Schimmelreiter“ auf dem holprigen Rasenplatz in Fulda in der ersten Halbzeit eine schwache Leistung. Die knapp 100 Zuschauer sahen eine dominante Fuldaer Mannschaft, auch wenn diese sich nur wenige Torabschlüsse herausspielten.

VfB-Kapitän Justin Six nach dem Spiel: „Wir kamen gar nicht richtig aus unserer eigenen Hälfte raus. Fulda spielte das sehr gut. Sie agierten mit einer Dreier-Kette, um mehr Offensivkraft auszuüben, die sie dann auch sehr dominant ausspielten. Mit einem Sieg hätten wir uns etwas aus der Tabellenmitte absetzen können und den Tabellendritten angreifen können. Wir dürfen aber jetzt nicht mit dem Spiel hadern, sondern müssen nach vorne blicken und nächsten Sonntag in Schwalmstadt einen Sieg einfahren.“

Hinspiel gewannen die Schimmelreiter

Die U-15 des VfB Marburg hatte in der bisherigen Saison für einige Überraschungen gesorgt, sie besiegten in der Hinrunde zum Beispiel Viktoria Fulda in einem komplett verregneten Spiel zuhause mit 1:0. Schuhr sagte noch: „Wenn wir mit so einem Kampfgeist und Ehrgeiz in die letzten fünf Spiele der Saison reingehen, sind noch viele Punkte zu holen.“

Doch die erste Halbzeit des VfB war erschreckend schlecht, und deshalb machte die spielbestimmende Mannschaft aus Fulda quasi mit dem Halbzeitpfiff nach einer Ecke das 1:0. „Die Ansprache in der Kabine des VfB Marburg war bis draußen zu hören“, schilderte ein Zuschauer. Und anscheinend hatte die Ansprache von Trainer Jakob Nordlohne bei seinen Jungs etwas bewirkt.

Sie spielten in der zweiten Halbzeit nach vorne und kamen auch zu ihren Chancen. Doch in der 40. Spielminute brachte ein Volleyschuss aus 25 Metern den Hausherren die 2:0 Führung. Ein Nackenschlag für die nach der Halbzeit gut spielenden Jungs aus Marburg.

Größte VfB-Chance geht an den Pfosten

Ab diesem Zeitpunkt war es ein sehr körperbetontes und von vielen Fouls geprägtes Spiel. „In dieser hohen Spielklasse geht es eben auch mal härter zur Sache“, betont Marburgs Alessandro Gamma, der verletzt ausgewechselt werden musste. Doch wer dachte, die „Schimmelreiter“ gäben sich auf, der hatte sich vertan.

Sie spielten nun auch mal nach vorne und hatten Chancen auf den Anschlusstreffer, aber der Weitschuss von Niels Lemmer krachte nur an den Pfosten. Ein hörbares „Oh“ ging durch die Zuschauermenge. Da Marburg nun hinten aufmachte, ergaben sich Konterchancen für die Gastgeber. Aus einer dieser Möglichkeiten traf Fuldas Nummer 12 nach einem schönen Pass zum 3:0.

Zehn Minuten war es dann noch ein hart umkämpftes Spiel, was der Schiedsrichter aber souverän leitete. Nach dem Abpfiff ließen sich die Spieler von Viktoria Fulda von ihren Fans feiern und sangen laut: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey hey!“ und „Humba!“.

Marburg hat Klassenerhalt fast sicher

Die Saison ist nun fast vorbei. Viktoria Fulda ist Tabellenführer und hat vier Punkte Vorsprung auf den FC Gießen, wobei Fulda ein Spiel weniger hat. Sein nächstes Spiel bestreitet Fulda auswärts gegen den Vorletzten der Tabelle JSG Flieden/Schweben. Der Aufstieg in die Hessenliga dürfte den Osthessen aber schon sicher sein. Sie würden dann in der höchsten Liga in Hessen spiele.

Der VfB Marburg steht auf dem fünften Tabellenplatz, punktgleich mit der TSG Wieseck, und spielt in den letzten fünf Spielen nur gegen direkte Konkurrenten. Eine Verbesserung in der Rangliste ist noch drin für die Schimmelreiter, nach hinten haben sie acht Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz.

von Paul Weber, 8a, Gymnasium Philippinum