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Schüler lesen die OP 2019 Sprachen lernen als Au-pair
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2019 Sprachen lernen als Au-pair
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16:25 14.06.2019
Viele junge Menschen gehen nach der Schule ins Ausland, manche als Au-pair. Quelle: Christin Klose/dpa
Neustadt

Für manche Schüler gibt es nur die Denkweise, dass man im Unterricht sitzt, sich langweilt, dem Lehrer zuhört und Aufgaben im Buch macht, um so eine Sprache zu lernen.

Das mag zwar oft so sein, aber es gibt einige andere Möglichkeiten, eine fremde Sprache zu lernen.

Ein Umfrage unter Personen, die schon mal im Ausland waren und dort die Sprache gelernt haben, bringt Einblicke in das Leben als Au-pair. Eine der befragten Personen war in Amerika. Dort hat sie 13 Monate als Au-pair gearbeitet und die Kinder ihrer Gastfamilie betreut.

Anzahlung zwischen 1.500 und 2.000 Euro

Um als Au-pair in Amerika zu arbeiten, müssen vieles Anträge nötig. Agenturen übernehmen das, zum Beispiel Culture Care, Gap und AFS. Die befragte Person ist mit der Unterstützung der Agentur Culture Care nach Amerika gereist.

Agenturen nehmen meist eine Anzahlung, diese kann zwischen 1.500 und 2.000 Euro liegen. Dass es so teuer ist, liegt daran, dass die Agenturen Versicherungen für den Klienten abschließen, zum Beispiel die Krankenversicherung.

Außerdem muss man, um in die USA einzureisen, ein Visum haben und dazu noch wichtige Dokumente. Dies regelt aber die Agentur, diese gibt die Papiere dann an die USA weiter.

Ein bisschen wie bei Facebook

Wenn diese Dinge dann abgeklärt sind, fängt die Suche nach einer passenden Familie an. Das funktioniert ähnlich wie bei Facebook. Man legt ein Profil bei der Agentur an, mit wichtigen Informationen zur Person. Die Familien, die jemanden als Au-pair suchen, haben ebenfalls so eine Seite.

Bei Interesse schreiben sich beide Seiten dann ein wenig, und im besten Fall wird man sich einig. Wenn nicht, ist das kein Weltuntergang. Es gibt genug andere Familien, die dich jemanden als Au-pair suchen.

Was sind Vor- und Nachteile?

Jede der befragten Personen sah nur wenige Nachteile, es überwogen die Vorteile. Vorteile waren, dass man Kulturen kennenlernt und das nicht nur als Reisender, zudem lernt man die Sprache fließend sprechen.

Die befragten Personen fanden, dass ein ganz klares Vorteil sei, dass man sein Selbstbewusstsein und seine Persönlichkeit fördern könne, man lerne selbstständiger zu werden und auch in komplizierten Situationen alleine klarzukommen.

Einer der wenigen Nachteile war für eine der befragten Personen die Hürden zur Einreise in die USA. Ein weiteres war, dass einige manchmal, wenn sie auf sich alleingestellt waren, ziemliche Probleme hatten.

Dinge erhalten anderen Stellenwert

Heimweh war für alle Befragten ein präsentes Thema, aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran und dann ist das nicht mehr so schlimm, waren sich die Befragten einig.

Die andere Lehramtsstudentin, die als Praktikantin an unserer Schule war, verbrachte ein Jahr in Thailand als Schülerin. Organisiert hatte dieses Auslandsjahr die Agentur AFS.

In Thailand stellte die Klientin fest, dass sich viele ihrer Einstellungen änderten, scheinbar normale Dinge erhalten einen anderen Stellenwert. Außerdem merkte man nach solchen Erfahrungen, welche Personen wirklich hinter einem stehen und einen unterstützen, sagte sie.

Alle befragten Personen empfehlen Auslandsjahre weiter, denn ihrer Meinung nach helfen sie, Sprachen zu lernen und die Persönlichkeit zu stärken.

von Isabel Korbach und Leon Keßler, Klasse 9b, IGS Martin-von-Tours, Neustadt