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Schüler lesen die OP 2019 Wenn Hühner zum Camping gehen
Mehr OP extra Schüler lesen die OP 2019 Wenn Hühner zum Camping gehen
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19:51 15.05.2019
Hühner, die im Freien gehalten werden, brauchen Schutz vor Fressfeinden. Vor Attacken aus der Luft können Netze helfen. Quelle: Thorsten Richter/Archiv
Amönau

Sogenannte „Campinghühner“ leben meist in einem Wagen mit angrenzender Wiese. Der Standort wird regelmäßig gewechselt, damit die Tiere mehr Abwechslung und Bewegung haben.

So etwa die Hühner vom Lindenhof von Familie Fett in Amönau. Laut den Betreibern halten sie „Campinghühner“, weil der Käufer ein „gewisses Wohl“ der Tiere wünscht.

Ein Grund sei auch, dass die Kosten des Wagens nicht so hoch sind, wie bei einem festen Stall. Durch die freie Haltung müssten die Tiere allerdings gegen Fressfeinde, zum Beispiel Fuchs, Wiesel, Greifvogel oder Marder, geschützt werden.

Faire Tierhaltung ist möglich

Die Hühner kommen irgendwann in die Mauser, wechseln also ihr Federkleid und legen danach nicht mehr so viele Eier wie vorher. Die Hühner werden dann entweder geschlachtet oder sie bleiben noch länger im Betrieb.

Diese Camping-Haltungsform soll übrigens eine Besonderheit haben: Am Fleisch und an den Eiern soll man das Futter und auch die Haltung schmecken können.

Ebenfalls soll dadurch die Leistung und die Gesundheit der Tiere gesteigert werden. Ein Besuch bei den Campinghühnern hat uns nicht nur viel Spaß gemacht, sondern auch gezeigt, dass eine faire Tierhaltung möglich ist.

von Merle Fries und Anika Wolf, Klasse 8d, Martin-Luther-Schule Marburg