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Einwurf Im falschen Team
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21:57 29.07.2018
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Marburg

Die Sympathien flogen dem zweimaligen Olympia-Goldmedaillengewinner auf der Bahn in Frankreich dennoch nicht zu. Der Haken: Thomas fährt im Sky-Team. Dem Team, in dem Chris Froome bislang der Star war. Wenngleich das Zustandekommen seiner Leistungen höchst ­umstritten ist. Und eigentlich hätte Froome niemals an den Start gehen dürfen nach der Salbutamol-Affäre. Vermutlich wäre jeder andere Sportler ­gesperrt worden. Bei Froome allerdings bog der Weltverband UCI die Regeln so, dass das vermeintliche Zugpferd eben doch in die Pedalen treten durfte. Dem ohnehin ramponierten Image der Sportart war das nicht zuträglich. Und so musste Geraint Thomas nun darunter leiden, wurde angefeindet, ausgebuht, ­angespuckt. Seinem Triumph wird dieser Makel immer anhaften, auch wenn er persönlich nichts dafür kann - außer im falschen Team zu fahren. Dennoch gilt für Thomas die Unschuldsvermutung und somit der Respekt für seine Leistung. Zumindest, bis etwas Gegenteiliges bewiesen ist.

von Holger Schmidt

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