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Steckbriefe Leonie Dörr, Altenpflegerin
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Corona-Helden Marburg-Biedenkopf Grafik: mr/media
Corona-Helden-Steckbrief: Altenpflegerin Leonie Dörr arbeitet im evangelischen Altenhilfe- und Pflegezentrum Elisabethenhof.   Quelle: Nadine Weigel
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Marburg-Biedenkopf

Corona-Helden-Steckbrief: Altenpflegerin Leonie Dörr

Name: Leonie Dörr

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Alter: 22

Geboren in: Marburg-Wehrda

Ich lebe in Marburg, weil hier meine Familie ist, ebenso wie meine Freunde, weil ich mich hier wohl fühle. Und weil ich hier meine Ausbildung absolvieren kann.

Als Kind wollte ich werden: Ärztin

Das mach ich heute: Ich absolviere eine tolle Ausbildung zur Examinierten Pflegefachkraft, die Berufswahl habe ich bewusst getroffen.

Das Schöne daran ist die Arbeit mit den Menschen. Ich pflege Menschen, die auf mich angewiesen sind, und das gibt mir ein gutes Gefühl! Früher haben sich die älteren Menschen um uns gekümmert, also kümmer ich mich jetzt um sie. Die Dankbarkeit der Menschen kann man nicht in Worte fassen. Ebenfalls finde ich es super, dass ich so ein tolles Team an meiner Seite habe. Im Elisabethenhof kann man wirklich von Teamarbeit reden und das ist klasse.

In meiner Freizeit bin ich gerne in Gesellschaft, ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie, die voll und ganz hinter mir steht und stolz auf mich ist. Natürlich verbringe ich auch Zeit damit, mich auf mein Examen vorzubereiten.

Die Corona-Pandemie: Ich finde es schlimm, dass es dieses Virus gibt, dennoch kann man es nicht ändern. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es sich so entwickelt. Dennoch habe ich Hoffnung, dass, wenn sich jeder an die Regeln hält, wir gemeinsam die Corona- Pandemie bekämpfen können.

Das Wichtigste in dieser Zeit ist, dass ich den Kontakt zu meiner Familie halten kann. Dass meine Familie, Freunde und Bekannten hoffentlich alle verschont bleiben, ebenso wie meine Kollegen und Bewohner.

Für die Zukunft wünsche ich mir: Dass der Beruf, die Alten- und Krankenpflege, besser wertgeschätzt wird. Nicht nur eine verbale Wertschätzung, sondern auch eine finanzielle. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Leute dazu entscheiden, diese Ausbildung zu absolvieren. Wir brauchen euch!

Das wollte ich schon immer mal sagen: Zurzeit sind Menschen in Pflegeberufen Helden. Für uns wird geklatscht – warum erst jetzt, warum nicht schon eher? Wir Altenpfleger sind nicht nur dafür da, Menschen den Hintern abzuwischen. Nein, wir sind viel mehr als das! Ich denke, jeder, der diesen Beruf gewählt hat, hat dies bewusst gemacht und darauf kann jeder stolz sein. Wir alle sind Helden, ob es der Einzelhändler, ein Lkw-Fahrer, ein Metzger oder eine Erzieherin ist. Wir sind alle Helden, denn wir tragen alle mit unseren Leistungen etwas bei, um ein angenehmes Leben zu führen.

Leonie Dörr wurde vorgeschlagen von Roland Teuber, Einrichtungsleiter des evangelischen Altenhilfe- und Pflegezentrums Elisabethenhof. Er wünscht sich, dass „Mitarbeitende, die in der Altenpflege tätig sind – egal welcher Berufsgruppe – mehr gesellschaftliche Anerkennung, Wertschätzung wie auch Zuspruch erfahren für die doch so wichtige Arbeit und nicht nur in Krisenzeiten“.

Wenn auch Sie jemanden haben, der für Sie ein Held in dieser schweren Zeit ist, dann schreiben Sie uns Ihren Vorschlag per E-Mail an: helden@op-marburg.de

Nadine Weigel

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