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Wirtschaft Zehntausende in Metall- und Elektroindustrie in Kurzarbeit
Mehr Hessen Wirtschaft Zehntausende in Metall- und Elektroindustrie in Kurzarbeit
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15:51 22.04.2020
Ein Auszubildender arbeitet mit einem Schweißbrenner an einer Stahlwand. Quelle: Robert Schlesinger/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Wie Hessenmetall am Mittwoch mitteilte, nutzen 46,6 Prozent der Firmen diese Möglichkeit, im Schnitt für 65 Prozent der Belegschaft. Anfang April waren den Berechnungen zufolge damit etwa 64 000 von insgesamt 210 000 Beschäftigten der Branche in Kurzarbeit.

In den kommenden drei Wochen planen Hessenmetall zufolge weitere 24,7 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit anzumelden. Damit könnte sich die Zahl der betroffenen Mitarbeiter um rund 35 000 erhöhen. Zudem hätten bereits vier Prozent der Metall- und Elektrounternehmen bereits Stellen abgebaut.

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Bei einer Umfrage von Hessenmetall und Gesamtmetall berichteten 89 Prozent der Mitgliedsfirmen in Hessen von Einschränkungen der Produktion. Als Gründe nannten sie mangelnde Nachfrage, fehlende Teile oder Material sowie den Ausfall von Mitarbeitern etwa durch Krankheit und fehlende Kinderbetreuung. "Die Ergebnisse der Umfrage belegen, wie ernst die Lage ist", sagte Hessenmetall-Vorstandschef Wolf Matthias Mang. "Während Umsätze und Erträge fehlen, laufen die Kosten weiter und zehren die Liquidität der Unternehmen rasant auf."

dpa

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