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Wirtschaft Zahl der Insolvenzen im Corona-Jahr 2020 rückläufig
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11:42 12.03.2021
Ein Kugelschreiber liegt auf einem Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Ein Kugelschreiber liegt auf einem Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Quelle: picture alliance / Alexander Heinl/dpa/Illustration
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Wiesbaden

Die Experten verwiesen gleichzeitig darauf, dass seit März 2020 durch die Corona-Pandemie betroffene Unternehmen zunächst von der Pflicht zur Insolvenzantragsstellung befreit gewesen seien.

Im Pandemiejahr 2020 wurden 1265 Unternehmensinsolvenzen beantragt - ein Minus von rund 8 Prozent im Vergleich zu 2019, wie das Landesamt mitteilte. Die Insolvenzgerichte eröffneten 829 Verfahren, 436 wurden mangels Masse abgewiesen. Die Summe der voraussichtlichen Forderungen belief sich auf über 7 Milliarden Euro. Im Gastgewerbe, zu dem etwa Restaurants und Hotels gehören, nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen laut Landesamt um knapp 13 Prozent auf 110 ab.

Die Summe beantragter Verbraucherinsolvenzen verringerte sich im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 um rund ein Drittel auf 2511 Verfahren. Rund 2387 Verbraucherinsolvenzen wurden eröffnet, 14 mangels Masse abgewiesen. In 110 Fällen sei ein Schuldenbereinigungsplan angenommen worden, teilte das Landesamt mit. Dabei legt der Schuldner den Gläubigern ein Zahlungsangebot und damit einen Vergleichsvorschlag vor. Stimmen die Gläubiger mehrheitlich diesem Plan zu, kommt es nicht zu einem Insolvenzverfahren.

© dpa-infocom, dpa:210312-99-793525/2

dpa