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Wirtschaft Rund ums Wohnen wird in Hessen nicht alles teurer
Mehr Hessen Wirtschaft Rund ums Wohnen wird in Hessen nicht alles teurer
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14:42 27.11.2019
Wohnungen in Frankfurt am Main. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

Die Kosten rund ums Wohnen sind in den vergangenen Jahren in Hessen verhältnismäßig langsam gestiegen. Zwischen 2015 und 2018 haben sich Ausgaben, die für Miete, Nebenkosten, Heizen und Reparaturen anfallen, um durchschnittlich 2,6 Prozent erhöht, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damit liegt der Anstieg der Wohnkosten unter der allgemeinen Inflationsrate, die im selben Zeitraum 3,2 Prozent betrug.

Ganz anders sieht es bei den Preisen für Bauleistungen aus. Sie kletterten für Wohngebäude in dem Zeitraum um 7,9 Prozent. Grund ist die hohe Auslastung der Bau- und Handwerksbetriebe im anhaltenden Immobilien-Boom. Vor allem Erdarbeiten entwickelten sich zu einem großen Preistreiber, wie das Statistikamt berichtete. Allein für das Ausheben der Baugrube mussten Bauherren 2018 durchschnittlich 18,7 Prozent mehr bezahlen. Rohbauarbeiten verteuerten sich im Mittel um 9,2 Prozent, während die Preise für Ausbauarbeiten um 6,9 Prozent stiegen.

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Auch die Mieter bekommen die hohe Nachfrage nach Wohnungen zu spüren. Vor allem wegen teurer Neuvermietungen mussten die Hessen im vergangenen Jahr deutlich mehr bezahlen als noch 2015: Die durchschnittliche Nettokaltmiete erhöhte sich um 4,2 Prozent. Auch Instandhaltungen und Reparaturen wurden spürbar teurer, nämlich unterm Strich um 6,6 Prozent. Der aktuelle Bauboom lässt seit einiger Zeit die Preise für Elektriker-, Tischler- und andere Handwerksarbeiten in die Höhe schnellen.

Nur leicht gestiegen sind den Statistikern zufolge die Nebenkosten, die unter anderem Preise für Wasserversorgung und Müllabfuhr enthalten. Die Preise für Haushaltsenergie sanken im Durchschnitt sogar - maßgeblich, weil Fernwärme und Gas billiger wurden.

dpa