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Wirtschaft Wieder Bewegung in Tarifverhandlungen für Privatbanken
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16:08 05.04.2022
Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo.
Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Quelle: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Berlin

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes des privaten Bankgewerbes (AGV Banken), Carsten Rogge-Strang, bestätigte: "Wir sind in Gesprächen." Die letzte Verhandlungsrunde war am 17. Januar nach wenigen Stunden abgebrochen worden.

Einen Bericht des "Handelsblatts", wonach es bereits eine Einigung auf eine Gehaltserhöhung in zwei Stufen sowie zwei Einmalzahlungen für die 140.000 Beschäftigten gebe, wollten beide Seiten nicht kommentieren. Die Zeitung zitierte Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Wittmann: "Die Menschen leiden jetzt unter der Inflation, sie brauchen jetzt einen Abschluss. Ihn noch weiter hinauszuzögern, wäre nicht im Interesse unserer Mitglieder."

Verdi war am 1. Juli mit einer Forderung von 4,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate in die Verhandlungen gegangen. Zuletzt verlangte Verdi bei einer Laufzeit von 24 Monaten eine Einmalzahlung von 1500 Euro, die Erhöhung der Tarifentgelte um 3,5 Prozent rückwirkend ab Januar 2022 sowie um weitere 2,5 Prozent von Januar 2023 an, plus zwei zusätzliche Urlaubstage.

Für 60.000 Beschäftigte der Landes- und Förderbanken in Deutschland war in der vergangenen Woche ein Tarifabschluss erzielt worden. Auch für die zum Deutsche-Bank-Konzern gehörende Postbank, bei der es traditionell Haustarifverträge gibt, gibt es bereits eine Einigung.

© dpa-infocom, dpa:220405-99-806856/2

dpa