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Wirtschaft Verdi berät sich nach einstweiliger Verfügung gegen Streik
Mehr Hessen Wirtschaft Verdi berät sich nach einstweiliger Verfügung gegen Streik
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09:03 19.12.2019
Das Betriebsgelände der Lufthansa Tochter Sky Chefs am Flughafen Frankfurt. Quelle: Andreas Arnold/dpa
Frankfurt/Main

Die Entscheidungen der Arbeitsgerichte in Frankfurt und München hätten Verdi erst am späten Mittwochabend erreicht, daher sei noch keine umfassende Prüfung möglich gewesen, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft am Donnerstag. Über weitere Schritte werde im Laufe des Tages informiert. Verdi kann die Gerichtsentscheidungen theoretisch noch in zweiter Instanz anfechten.

Verdi hatte die Beschäftigten der Lufthansa-Cateringtochter LSG Sky Chefs an den Flughäfen Frankfurt/Main und München für Donnerstag zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen. Die Arbeitsgerichte in den beiden Städten hatten den Streik per einstweiliger Verfügung untersagt. Es herrsche Friedenspflicht, führten die Frankfurter Richter aus.

Hintergrund des Arbeitskampfes ist der bereits beschlossene, aber noch nicht vollzogene Verkauf des Europageschäfts der Cateringtochter LSG Sky Chefs an den Schweizer Weltmarktführer Gategroup. Verdi verlangt tarifliche Absicherungen für die betroffenen Mitarbeiter, möglichst in einem trilateralen Tarifvertrag zwischen Verdi, Lufthansa und Gategroup. Unter dem neuen Eigentümer erwartet die Gewerkschaft Sparmaßnahmen und niedrigere Gehälter.

dpa

Trotz des gerichtlich untersagten Streiks in Flughafen-Großküchen müssen Lufthansa-Reisende heute mit Einschränkungen bei der Bordverpflegung rechnen. Weil die Urteile kurzfristig fielen, kommt ein bereits aufgestelltes Sonderprogramm trotzdem zum Einsatz, wie Lufthansa-Sprecher Jörg Waber am frühen Morgen auf dpa-Anfrage sagte.

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