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Wirtschaft Verband: Bauwirtschaft mit Umsatzeinbußen
Mehr Hessen Wirtschaft Verband: Bauwirtschaft mit Umsatzeinbußen
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14:22 31.05.2021
Eine Baustelle in Eisenachs Stadtzentrum.
Eine Baustelle in Eisenachs Stadtzentrum. Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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Wiesbaden/Erfurt

Hessen war mit einem Minus von 9,3 Prozent auf 985 Millionen Euro betroffen. In Thüringen, wo die Branche in den ersten drei Monaten dieses Jahres Gesamterlöse von 330 Millionen Euro erzielte, fiel der Rückgang mit 20,8 Prozent deutlicher aus. Neben der Pandemie seien dafür witterungsbedingte Ausfälle verantwortlich, sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Burkhard Siebert.

Unterschiedlich ist die Entwicklung des Auftragsvolumens und damit die Aussicht für die kommenden Monate. In Hessen sind im ersten Quartal die Auftragseingänge den Angaben zufolge um 3,2 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro gesunken. Dagegen haben in Thüringen Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigte Aufträge im Gesamtumfang von 505 Millionen Euro an Land gezogen, was einem Zuwachs von knapp 7 Prozent entspricht.

Im öffentlichen Bau erwirtschafteten die Unternehmen in Thüringen mit 162 Millionen Euro einen um 17 Prozent geringeren Umsatz, in Hessen sanken die Erlöse um 11,2 Prozent auf 291 Millionen Euro. Bislang sei die Bauwirtschaft in beiden Ländern zwar vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen, so Siebert. "Aber wir befürchten nun, dass durch ausbleibende Investitionen der öffentlichen Hand eine nachhaltige Bau-Krise entsteht." Zudem drohten explodierende Preise bei Baumaterialien und Lieferengpässe die Situation zu verschärfen.

In der Bauindustrie in Hessen waren im ersten Quartal knapp 36.000 Menschen beschäftigt, in Thüringen rund 14.300, das entspricht weitgehend dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

© dpa-infocom, dpa:210531-99-806812/3

dpa