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Wirtschaft Verbände fordern Öffnungsplan für Gastronomie und Tourismus
Mehr Hessen Wirtschaft Verbände fordern Öffnungsplan für Gastronomie und Tourismus
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11:48 23.04.2020
Bei Regen geht eine Frau mit Schirm an dem abgesperrten Außenbereich eines Cafes am Mainufer vorbei. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
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Wiesbaden

"Der Staat kann nicht auf Dauer einspringen. Auch deshalb ist es so wichtig, dass die betroffenen Unternehmen eine Öffnungsperspektive erhalten", sagte Flammer. Erst dann könne der nun auf sieben Prozent gesenkte Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie wirken.

Die Landespolitik müsse den Betroffenen einen Plan zur Wiederaufnahme der Betriebe vorlegen, sagte Flammer in Wiesbaden. "Wer die Einhaltung strenger Auflagen zu Hygiene, Kundendichte und Abständen erfüllt, sollte mittelfristig auch wieder aktiv wirtschaften dürfen."

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Konkret hatten in einer aktuellen Umfrage des HIHK mehr als 90 Prozent der befragten Unternehmen aus Gastgewerbe und Reisewirtschaft angegeben, sie hätten Corona-Soforthilfen beantragt oder planten dies. Jeder zweite befragte Betrieb habe aber noch keine Soforthilfe erhalten. Fast 60 Prozent nutzen oder planen demnach auch mit anderen Hilfen wie Kurzarbeitergeld, hieß es in der Umfrage unter 177 Firmen.

Das Gastgewerbe dürfte erst spät zu einem stabilen Geschäftsbetrieb zurückkehren, erklärte Gerald Kink, Präsident des Hotel- und Gastronomieverbandes Dehoga Hessen. "Umso mehr kommt es nun darauf an, weitere Hilfen in Form nicht zurück zahlbarer Zuschüsse schnell auf den Weg zu bringen, um Arbeitsplätze und Unternehmen zu sichern." Gaststätten und Hotels dürften zwar Speisen und Getränke zur Abholung und Lieferung anbieten, dies sei aber meist kaum kostendeckend.

dpa

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