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Wirtschaft Unveränderte Position bei Beginn der Metall-Tarifverhandlung
Mehr Hessen Wirtschaft Unveränderte Position bei Beginn der Metall-Tarifverhandlung
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16:44 17.12.2020
Das Logo der IG Metall.
Das Logo der IG Metall. Quelle: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild
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Mainz/Frankfurt

Während die Gewerkschaft ihre Forderung nach vier Prozent mehr Geld und betrieblichen Zukunftsverträgen begründete, erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Johannes Heger, dass es wegen des Mix aus Rezession, Corona-Krise und Strukturwandel keinen Verteilungsspielraum gebe.

Die Verhandlungspartner trafen sich am Donnerstag mit kleinen Delegationen in Mainz oder waren über das Internet zugeschaltet. Sie verhandeln für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die nächste Runde ist für den 27. Januar 2021 verabredet. Warnstreiks sind nach Ablauf der Friedenspflicht vom 1. März an möglich.

IG-Metall-Bezirkschef Jörg Köhlinger hielt den Unternehmen deutliche Versäumnisse vor. "Nicht die Beschäftigten haben die Digitalisierung verschlafen, sondern gut bezahlte Manager und Berater, die jetzt die Nullrunde predigen." Er forderte die Arbeitgeber auf, über die Feiertage in einen konstruktiven Verhandlungsmodus umzuschalten. Die IG Metall wolle zügig ein Tarifergebnis erzielen.

Heger verwies auf die Produktionseinbrüche von mindestens 15 Prozent und fehlende Aufträge. Die Unternehmen versuchten, ihre Belegschaften an Bord zu halten und müssten gleichzeitig wegen des Strukturwandels Investitionen vorbereiten. In dieser schwierigen Gemengelage benötige man einen Tarifabschluss ohne neue Kostenbelastungen im Jahr 2021, mit Möglichkeiten zur Kostenentlastung und einem Instrumentenkoffer für die Umstellung auf digitale und klimaneutrale Produktionsprozesse.

dpa