Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Unitymedia verschwindet: Vodafone baut Gigabit-Anschluss aus
Mehr Hessen Wirtschaft Unitymedia verschwindet: Vodafone baut Gigabit-Anschluss aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:21 17.02.2020
Eine Box mit dem Logo von Vodafone steht in einem Shop des Unternehmens vor einem Logo von Unitymedia. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Anzeige
Stuttgart

Für die Kunden soll sich außer dem Namen aber nichts ändern.

Im Zuge der Zusammenlegung will Vodafone bis zu 135 Millionen Euro an Personalkosten einsparen. Das soll unter anderem durch einen Abbau von rund 1300 der etwa 16 000 Stellen bei beiden Unternehmen erfolgen, wie ein Vodafone-Sprecher bestätigte. Beim Stellenabbau setze Vodafone auf sozialverträgliche Lösungen. Ein entsprechender Sozialplan sei bereits mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart worden.

Anzeige

Unitymedia hat nach eigenen Angaben rund 7,2 Millionen Kabel-, Telefon- und Internetkunden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Die EU-Kommission hatte vergangenen Sommer grünes Licht für die Übernahme gegeben. Gegen die Fusion hat der Kölner Telekommunikationsanbieter NetCologne Klage beim Gericht der Europäischen Union eingereicht. Die Kölner kritisieren eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der regionalen Anbieter, wie sie am Montag mitteilten.

Vodafone kündigte am Montag zugleich einen weiteren großen Schritt beim Ausbau seiner sehr schnellen Internetverbindungen an. Auf einen Schlag steige die Zahl der Haushalte mit sogenanntem Gigabit-Anschluss von zuletzt knapp 12 Millionen auf bundesweit 17 Millionen, sagte Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter vor Journalisten in Stuttgart. Bis Ende 2022 sollen es 24 Millionen sein. Vodafone rüstet dazu in erster Linie sein bestehendes Kabel-Netz auf. Dieses Netz werde aber auch kontinuierlich erweitert, sagte Ametsreiter.

Vodafone ist der mit weitem Abstand größte Treiber des Gigabit-Ausbaus in Deutschland. Nach Angaben des Unternehmens ist die Technik - andere Anbieter eingerechnet - aktuell in etwa jedem zweiten Haushalt in Deutschland verfügbar. Ein Großteil davon nutzt die Technik laut einer Studie aus dem vergangenen Jahr bisher aber gar nicht.

dpa

Anzeige