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Wirtschaft Ufo: Streikaufruf bei Lufthansa jederzeit möglich
Mehr Hessen Wirtschaft Ufo: Streikaufruf bei Lufthansa jederzeit möglich
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16:02 23.12.2019
Flugbegleiter von UFO haben sich zu einer Kundgebung versammelt. Quelle: Matthias Balk/dpa
Frankfurt/Main

Es sei lediglich klar, dass bis einschließlich dem zweiten Weihnachtsfeiertag nicht gestreikt werde. Aufrufe für spätere Zeiträume seien aber möglich.

Lufthansa wollte die erneuerte Drohung vorerst nicht kommentieren. Eine Sprecherin verwies darauf, dass beide Seiten Stillschweigen über den Inhalt der Gespräche vereinbart hätten. Die beiden Schlichter - der frühere Chef der Arbeitsagentur, Frank-Jürgen Weise, und der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) - hätten zudem die Tarifparteien zu einem weiteren Schlichtungsvorgespräch Anfang Januar eingeladen. An dem Gespräch werde die Ufo teilnehmen, kündigte Baublies an. "Das schiebt aber nichts auf."

Die Parteien können sich bislang nicht einmal über den Umfang der Schlichtung einigen, obwohl beide Seiten behaupten, an möglichst umfassenden Lösungen interessiert zu sein.

Dem Vernehmen nach verlangt Ufo neben etlichen Tarifthemen zu Lohn, Zulagen und Arbeitsbedingungen einen Schlussstrich unter die harte Strategie, mit der Lufthansa die kleine Spartengewerkschaft in den vergangenen Monaten bekämpft hatte. Dazu gehörten mögliche Schadenersatzforderungen, Kündigungen und interne Personalverfahren gegen Ufo-Funktionäre. Das Unternehmen hatte zwischenzeitlich auch eine Klage verfolgt, mit der Ufo die Gewerkschaftseigenschaft abgesprochen werden sollte.

In einer internen Mitarbeiterbotschaft bedauerte Lufthansa-Vorstandsmitglied Detlef Kayser die Streikdrohung der Ufo: "Arbeitskämpfe sind der falsche Weg, um die Unstimmigkeiten zwischen Ufo und Lufthansa zu klären." Kayser verwies auf die bereits einmal erreichten, doch dann wieder verworfenen Vereinbarungen zur Schlichtung vom 12. November. Hier fehle nur die Zustimmung der Ufo. Die persönlichen finanziellen und rechtlichen Fragestellungen der Gewerkschaft und ihres Vorstandsbeauftragten sollten in separaten richterlichen Güteverfahren transparent geklärt werden.

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1500 Flüge mit rund 200 000 betroffenen Passagieren ausgefallen. Neue Streiks sind grundsätzlich bei den fünf Gesellschaften möglich.

dpa

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