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Wirtschaft "Storno-Welle" wegen Corona-Pandemie belastet Reiserichter
Mehr Hessen Wirtschaft "Storno-Welle" wegen Corona-Pandemie belastet Reiserichter
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13:55 19.03.2021
Die Statue der Justitia ziert den Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Frankfurter Römerberg.
Die Statue der Justitia ziert den Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Frankfurter Römerberg. Quelle: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
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Frankfurt/Main

Der Grund ist nach Angaben von Gerichtspräsident Erich Fischer eine "Storno-Welle" bei Flugreisen, die bereits vor Ausbruch der Pandemie gebucht, dann aber nicht mehr angetreten worden seien.

Nachdem bis zum Sommer zahlreiche Fluggesellschaften zugesicherte Rückzahlungen noch nicht geleistet hätten, seien reihenweise Klagen bei Gericht eingegangen, sagte Fischer am Freitag. 2020 seien wie im Vorjahr rund 15 000 neue Verfahren eingereicht worden.

Während es sich in den Jahren zuvor vor allem um sogenannte Fluggastrecht-Verfahren im Zusammenhang mit Kostenerstattungen wegen Verspätungen gehandelt habe, sei es 2020 bei rund 9000 der 15 000 Eingänge um Stornierungen gegangen.

Im laufenden Jahr erwartet Fischer jedoch weniger Klageeingänge: "Die Leute sind nach dem Ausbruch der Krise beim Buchen vorsichtig geworden." Das Amtsgericht Frankfurt ist mit mehr als 1000 Bediensteten die mit Abstand größte Justizbehörde in Hessen.

© dpa-infocom, dpa:210319-99-889628/2

dpa