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Wirtschaft Sparkassen Hessen-Thüringen offen für Super-Landesbank
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14:02 28.02.2019
Das Sparkassenlogo. Quelle: Bernd Weissbrod/Archiv
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Frankfurt/Main

Die Sparkassen in Hessen und Thüringen stehen der Idee einer Sparkassenzentralbank offen gegenüber. "Wir würden uns damit konstruktiv auseinandersetzen", sagte der geschäftsführende Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke, am Donnerstag in Frankfurt. Der Präsident des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Helmut Schleweis, hatte sich für eine Neuordnung der Landesbanken ausgesprochen. Ziel müsse "eine Sparkassenzentralbank mit einem fokussierten Geschäftsmodell bezogen auf die Bedürfnisse der Sparkassen" sein.

Ein solches Zentralinstitut hätte insgesamt ein geringeres Risiko als die einzelnen Landesbanken, sagte Grandke. Der Chef der Landesbank Baden-Württemberg, Rainer Neske, sieht derzeit dagegen keinen weiteren Bedarf für Fusionen unter den Landesbanken. Derzeit gibt es noch fünf Landesbanken.

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An der Rettung der NordLB beteiligen sich die Sparkassen in Hessen und Thüringen Grandke zufolge mit 37,7 Millionen Euro, 60 Millionen bringe die Landesbank Helaba auf.

Die Zinsflaute setzte derweil auch den Sparkassen in Hessen und Thüringen im vergangenen Jahr zu. Es habe sich bereits abgezeichnet, "dass die Verbesserungen beim Provisionsüberschuss und die Entwicklung beim Verwaltungsaufwand nicht wie 2017 ausreichen, um das Abschmelzen des Zinsüberschusses auszugleichen", erläuterte Grandke.

Das operative Ergebnis der 49 Institute verringerte sich im vergangenen Jahr insgesamt um 8,9 Prozent auf 970 Millionen Euro. Unter dem Strich sank der Gewinn um 11,5 Prozent auf 266 Millionen Euro. Den Instituten macht - wie der gesamten Branche - das Zinstief im Euroraum zu schaffen. Lange verdienten Geldhäuser gut daran, dass sie mehr Zinsen für Kredite kassierten, als sie Sparkunden für Guthaben zahlten. Doch die Differenz aus beidem, der Zinsüberschuss, schrumpft.

Der Zinsüberschuss der Sparkassen sank um 4,6 Prozent auf gut 2,1 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss verbesserte sich dagegen um 1,6 Prozent auf 773 Millionen Euro. Den Verwaltungsaufwand konnten die Institute trotz gestiegener Tarifgehälter nahezu stabil halten.

Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten rechnet Grandke mit wachsenden Beständen bei den Kundeneinlagen, vor allem aber auch im Kreditgeschäft. "Dafür spricht schon unser sehr gutes Neugeschäft". Der Druck auf die Erträge werde jedoch hoch bleiben. "Es wird deshalb Zeit, dass auch in Europa endlich die Zinswende eingeläutet wird - wenn auch nur in kleinen Schritten", forderte Grandke.

dpa