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Wirtschaft Situation in der Milchviehhaltung verschärft sich
Mehr Hessen Wirtschaft Situation in der Milchviehhaltung verschärft sich
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09:35 04.01.2020
Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes. Quelle: Arne Dedert/dpa/Archivbild
Friedrichsdorf

"Ich beobachte einen verschärften Strukturwandel." Die Auswirkungen würden auch die Molkereien treffen, da ihnen die Lieferanten abhandenkommen. "Und das macht mir große Sorgen für den Milchproduktionsstandort Hessen."

Es gebe massive Kritik aus dem landwirtschaftlichen Berufsstand über die zunehmende Verschärfung der Dünge- und Umweltregeln, an die die wichtigen EU-Agrarzahlungen gekoppelt sind. Das Problem sei, dass die Entwicklung gerade die Betriebe treffe, die neue Lagerstätten oder neue Güllebehälter bauen müssten, erklärte Schmal. "Die sagen, wenn das so kommt, wie diskutiert, dann steige ich lieber aus". Vor allem Betriebe, bei denen der Betriebsleiter etwa 55 Jahre alt und die Nachfolge noch nicht geregelt sei, stünden vor einem Dilemma.

In Hessen sei zwar die Förderung für Güllebehälter erhöht worden. "Aber das reicht vielfach nicht, denn so eine Investition hat ja nichts mit der Produktion zu tun und bringt keinen Cent mehr Ertrag", mahnte Schmal. "Und da reichen die Milchpreise, die wir im Moment erzielen, bei weitem nicht aus." Der Bauernverband sei mit den Ministerien auf Bundes- und Landesebene für eine Verbesserung der Lage für die Bauern im Gespräch. Die Bauernfamilien müssten von ihrer Arbeit leben können.

Neben den großen überregional tätigen Molkereien wie Hochwald, FrieslandCampina und Deutsches Milchkontor sieht Schmal die hessischen Molkereien ordentlich aufgestellt: "Die machen einen guten Job." Neben der Schwälbchen-Molkerei in Bad Schwalbach sind Betriebe wie die Marburger Molkerei, die Privatmolkerei Hüttenthal aus Mossautal im Odenwald oder die auf Bioprodukte spezialisierte Upländer Bauernmolkerei aus Willingen mit regionalen Produkten am Markt vertreten.

dpa

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